Nele Lenz aus Seevetal ist das 500. Mitglied des Kletterzentrums von Blau-Weiss Buchholz
Buchholz. Die Klettergruppe von Blau-Weiss Buchholz freut sich über das 500. Mitglied. Es ist Nele Lenz, 13 Jahre jung, aus Seevetal und jetzt Mitglied in einer Jugend-Klettergruppe des Kletterzentrums. Nele ist seit November 2018 Mitglied in der Blau-Weiss-Kletterabteilung.
Im Jahr 2012 war bei Blau-Weiss die größte Kletterhalle mit 17.5 Meter Kletterhöhe gebaut worden und im Jahr 2013 dazu noch die Außenkletterwand ergänzt. Es war schon gewagt, in der Nordheide so ein Millionen-Objekt zu starten, dass im ersten Bauabschnitt rund eine Million Euro kostete und insgesamt jetzt mit der Außenwand insgesamt bei zwei Millonen Euro liegt.
Demnächst kommt die Boulderhalle mit einer weiteren halben Millonen Euro dazu. Anfangs lief es noch nicht so rund, aber jetzt nach sechs Jahren Kletterbetrieb ist der Verein voll auf Kurs. Das Kletterzentrum Blau-Weiss Buchholz ist in der Region gut angekommen. Es hat sich in den vergangenen Jahren stetig nach vorn entwickelt.
Das Kletterzentrum hat eine sehr heterogene Mitgliederzusammensetzung. Der weibliche Anteil liegt insgesamt bei 43 Prozent, bei den Jugendlichen sind es 53 Prozent Mädchen. Die Jugendlichen unter 18 Jahre stellen mit rund 48 Prozent insgesamt fast die Hälfte der Mitglieder.
Damit zeigt sich, dass der Klettersport tatsächlich von allen Altersgruppen jeden Jahrgangs und jeden Geschlechts gut angenommen wird. Die Altersspanne reicht bei den Kletterern denn auch von tatsächlich 1 Jahr bis zu über 80 Jahre. Klettersport ist eine der kommenden Gesundheits-Sportarten, mit der man den ganzen Körper bis ins hohe Alter fit und gesund halten kann.
Ungewöhnlich ist, dass etwa 50 Prozent der Kletterer im Kletterzentrum keine Mitglieder im Blau-Weiss sind. Sie kommen zum Teil auch von weit außerhalb von Buchholz, um in dieser Halle mit dem großen Angebot von rund 200 verschiedenen Routen zu klettern. Im vergangenen November begrüßte Blau-Weiss mehr als 2000 Kletterer (!) in der Kletter-Arena. Die Schulen stellen mit rund 25 Prozent aller Besucher eine besonders starke Gruppe.
Als besondere Schwerpunkte beim Klettern stehen Jugendarbeit und Inklusion im Focus. So gibt es jetzt schon 13 Jugendgruppen mit rund 110 Kindern und Jugendlichen. Vom Start des Kletterns bei Blau-Weiss hat das Inklusionsklettern einen besonderen Stellenwert erhalten. Von Beginn an gibt es die Kooperation mit der Förderschule An Boerns Soll, seit einem Jahr die Kooperation mit dem Haus Eckel vom BHH Sozialkontor.
Aktuell hat Blau-Weiss jetzt auch eine Trainerin, die eine Spezialausbildung für Klettern mit Handicap beim Deutschen Alpenverein absolviert hat. 30 Jugendliche mit Handicap klettern wöchentlich in Buchholz. In Entwicklung ist eine Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Harburg-Buxtehude. Es gibt hier einen großen Bedarf, die Hürden sind aber immer wieder die Finanzierungen.
Klettern und Bouldern sind auf dem Weg zu Breitensportarten, deshalb hat Blau-Weiss auch den Bau einer Boulderhalle aufgenommen, die im März fertig gestellt und dann nutzbar sein soll. Es ist ein Sport, der die Jugend begeistert. Es ist Klettern ohne Seil-Sicherung, weshalb die maximale Kletterhöhe bei rund vier Metern liegt (maximale „Absprunghöhe“). Besondere Bodenmatten mildern den Aufprall. Die Halle hat 300 Quadratmeter Kletterfläche und insgesamt 50 Routen.