Harburger Schützengilde sagt Vogelschießen ab
Harburg. Die Harburger Schützengilde von 1528 hat das diesjährige Vogelschießen aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Das geht aus einem Schreiben hervor, dessen Inhalt besser-im-blick vorliegt und dessen Echtheit durch den 1. Patron Ingo Mönke gegenüber besser-im-blick bestätigt wurde. Sowohl die Festivitäten mit Spargelessen, Auszug aus dem Rathaus und Zapfenstreich als auch das eigentliche Vogelschießen werden nicht stattfinden. "Gerade das Spargelessen verbindet uns in bemerkenswerter Weise mit der Hamburger Verwaltung und Politik, mit dem Handwerk und der Wirtschaft und trägt seit Jahrzehnten zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Harburg bei", heißt es in dem Schreiben, dass Mönke an die Mitglieder versand hat.
Die Entscheidung hat sich die Gilde nicht leichtgemacht. Aber: „Gerade bei uns Schützen haben wir viele Mitglieder, die den sogenannten Risikogruppen angehören.“ Denn, so Gilde-Pressesprecher Nico Ehlers, sei die Hochphase der Pandemie in Deutschland gerade für Juni bis August zu erwarten.
„Wir hoffen, dass wir damit ein Zeichen setzen und zu verdeutlichen: Wir gehen voran. Da können sich andere dann vielleicht einfacher anschließen“, so Mönke gegenüber besser-im-blick. Auch das Bundeskönigsschießen, das zeitgleich zum Vogelschießen in Harburg stattfinden sollte, ist bereits abgesagt. „Es ist natürlich ärgerlich. Aber ich freue mich lieber mit allen gesund und munter den Winterball zu erleben als etwas zu riskieren“, so Ingo Mönke.
Die Absage bedeutet auch, dass der amtierende Gildekönig Borhen Azzouz ein weiteres Jahr sein Amt ausüben wird.