Der Weisse Ring half 160 Opfern von Straftaten im vergangenen Jahr
Harburg. Auch im vergangenen Jahr war der Weisse Ring Hamburg-Süderelbe sehr aktiv bei der Unterstützung von Opfern von Straftaten. 160 Mal konnten die ehrenamtlichen Helfer mit menschlichem Beistand, mit Begleitung zu Gerichtsverhandlungen und Behördenterminen sowie mit der Ausstellung von kostenlosen Beratungsschecks für eine rechtsanwaltliche bzw. psychologische Erstberatung zu Hilfe kommen.
Am meisten war Hilfe nach Körperverletzungen gefragt – bei 47 Fällen wurde der Weisse Ring aktiv. In 26 Fällen ging es um Sexualdelikte und in 23 Fällen Diebstahl. Weitere Bereiche waren unter anderem Bedrohung/Nötigung, Einbruch, Raub und Stalking. Auch bei neun Tötungsdelikten standen die Helfer den Hinterbliebenen zur Seite.
Dabei ist es nicht nur „ideelle“ Hilfe, die der Weisse Ring leistet. Rund 13.000 Euro stellte er im vergangenen Jahr für Sofort- bzw. Opferhilfe zur Überbrückung tatbedingter Notlagen zur Verfügung.
Der Weisse Ring, der seit fast 45 Jahren unkompliziert und unbürokratisch Hilfe für Opfer von Straftaten leistet, finanziert sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und testamentarischen Zuwendungen sowie von Gerichten und Staatsanwaltschaften verhängten Geldbußen. Unter der kostenfreien Telefonnummer 116 006 können sich Hilfesuchende täglich von 7 bis 22 Uhr eine erste Beratung holen. Weitergehende Informationen sind unter www.weisser-ring.de abrufbar.