„Deckel gegen Polio“: Rotarier beenden nach drei Jahren erfolgreiche Aktion wegen gefallener Rohstoffpreise
Harburg. Seit drei Jahren treffen sich alle 14 Tage Mitglieder des Rotary Club Hamburg-Harburg im Handelshof, um dort „Deckel zu drehen“. Mit dieser Aktion unterstützen sie den weltweiten Kampf gegen die Krankheit Polio, die Kinderlähmung. Einer der Wege, dieses Ziel zu erreichen, ist das Sammeln von Plastik-Deckeln. Denn deren Rohstoffe Polyethylen (HDPE) und Polypropylen (PP) bringen Geld, das dann in eine Impfung gesteckt werden kann. Für eine solche Impfung müssen rund 500 Deckel verkauft werden.
„Unser Rotary Club Hamburg-Harburg hat mit Hilfe von vielen Unterstützern wie Schulen, Restaurants, Krankenhäusern, Unternehmen, Büros, Familien und auch Sport- und Gymnastikclubs während der vergangenen drei Jahre immerhin über 800.000 Plastik-Deckel gesammelt. Damit haben wir Polio Impfungen für über 1.600 Kinder finanzieren können“, freuen sich die Rotarier. Genau genommen sind es sogar Impfungen für fast 5.000 Kinder mitfinanziert da die Bill & Melinda Gates Foundation für jeden gesammelten Dollar zwei weitere dazu legt und so den erwirtschafteten Betrag verdreifacht hat.
Am 17. Juni ging es aber das letzte Mal zum „Deckel drehen“ in den Handelshof. Denn aufgrund drastisch gefallener Rohstoffpreise lohnt sich das Deckelsammeln nicht mehr. „Wir bedauern das sehr, denn das Deckel-Sammeln ist uns inzwischen eine liebgewordene Tätigkeit geworden, da wir wissen, dass wir mit dieser einfachen Geste dazu beitragen können, Kinder vor einer schrecklichen Krankheit zu bewahren“; so die Harburger Rotarier traurig. „Wir haben auch gesehen, wie begeistert sich Jugendliche und Erwachsene an dieser tollen Aktion beteiligt haben.“ Diese Aktion habe sicherlich dazu beigetragen, dass viele Menschen erkannt hätten, dass es oft nur wenig Aufwand bedarf, um anderen Menschen zu helfen.
Einen besonderen Dank ging in Richtung von Jörn Sörensen, Chef des Harburger Handelshof. Wir sind Herrn Sörensen, dem Geschäftsführer des Handelshof, besonders dankbar, dass er es uns seit Jahren erlaubt hat, in diesem Depot die Plastik-Deckel vom Flaschenleergut abzudrehen.“ Dafür bedankten sich die Rotarier mit einem kleinen Geschenk bei Sörensen.
Die nächste Aktion aber steht schon fest. „Mit „End plastic Soup“ wollen sie der Umweltverschmutzung durch Plastik entgegentreten.