EM: Feuerwache in Regenbogenfarben – Erleichterung über Unentschieden
Harburg. Zittern auch am gestrigen Abend in Harburg beim Spiel der „Mannschaft“ in der Allianz Arena in München gegen Ungarn. Die meiste Zeit
waren die Deutschen draußen bei der EM. Erst das 1:0 der Ungarn. Dann 1:1! Der Jubel im Rieckhof war groß. Und währte nur kurz. 15 Sekunden nach dem Anstoß gingen die Ungarn wieder in Führung und Deutschland nicht im Achtelfinale.
Dann das 2:2 und Zittern bis zum erlösenden Abpfiff. Zufrieden waren die Zuschauer im Rieckhof nicht mit der Leistung der deutschen Elf und blicken mit Sorge auf das Spiel gegen England.
Regenbogenfarben bei der Freiwilligen Feuerwehr Eißendorf
Im Vorwege des Spiels gegen Ungarn hatte es medial viel Diskussion darum gegeben, dass die UEFA untersagt hatte, die Allianz Arena in München in den Regenbogenfarben als Zeichen der Solidarität mit der LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender)-Community erstrahlen zu lassen. Und schon vorher wollte die UEFA den DFB für die Regenbogen-Armbinde von Kapitän Manuel Neuer bestrafen – ließ dann aber davon ab.
In München wurden daraufhin viele andere Gebäude in den Regenbogenfarben angestrahlt. Und in den sozialen Medien ersetzten viele ihr Profilbild mit den Farben oder posteten Bilder der Allianz Arena in entsprechender Färbung. Die Aktionen wurden auch als Protest gegen die LGBT-feindliche Politik des ungarischen Präsidenten Viktor Orban verstanden.
In Harburg zeigte die Freiwillige Feuerwehr Eißendorf ihre Solidarität. Am Mittwochabend war die Fahrzeughalle der Feuerwehrwache an der Stader Straße in Regenbogenfarben ausgeleuchtet. Nicht nur ein toller Anblick, sondern auch ein tolles Zeichen gegen Intoleranz. Axel Lender, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Eißendorf, sagte dazu, dass sie als Feuerwehr nicht politisch sein dürften, aber für Toleranz und Weltoffenheit stünden.