„Fit for Life“ Förder-Projekt für Schüler aus Winsen ab kommendem Schuljahr
Rosengarten-Ehestorf. Die Förderung von Kindern in schwierigen Lebenssituationen: Das ist das Ziel der drei Geldgeber, die ab dem kommenden Schuljahr das Projekt „Fit for Life“ am Kiekeberg in Ehestorf finanzieren. Der Lions Club Rosengarten, und die Spethmann Stiftung trafen jetzt die Kooperationspartner im Freilichtmuseum am Kiekeberg, weiterer Förderer ist die Stiftung „Chancen für Kinder“. Gemeinsam mit der Wolfgang-Borchert-Schule in Winsen, der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort und dem Museum bieten sie ein Schuljahr lang praktische Hilfe für Kinder, die im Schulunterricht auffällig sind, oder es schwer haben, sich beruflich zu orientieren.
„Wir wollen allen Kindern einen guten Start in ein eigenständiges Leben ermöglichen“, da sind sich die sechs Projektpartner einig. Mit fast 16.000 Euro finanzieren die Geldgeber gemeinsam zwei Bausteine: Zum einen erhalten Kinder der ersten bis achten Klassen eine Lernzeit außerhalb der eigenen Klasse, wenn sie durch individuelle Belastungen im Klassenunterricht nicht integriert werden können. Ziel ist es, dass sie sich in der neuen Umgebung soziale Kompetenzen aneignen, so dass sie später in ihre Klassen zurückkehren können. Zum anderen gibt es für Schüler mit Förderbedarf in der achten Klasse jeden Freitag Lernblöcke am Kiekeberg. „Mit der praktischen Arbeit im Museum möchten wir sie motivieren, ihren eigenen Berufsweg zu planen“, sagt die Kaufmännische Geschäftsführerin Carina Meyer.
„Schülerinnen und Schüler in Förderschulen haben kompliziertere Startbedingungen. Das Projekt ermöglicht ihnen einen neuen Blick auf die Lebenswelt, stärkt Kompetenzen und vermittelt selbstverständlich auch Fertigkeiten“, ergänzt Steffen Otte, Leiter Bildung und Vermittlung im Museum. Die Museumspädagogen vom Kiekeberg arbeiten inhaltlich mit den Kindern, die pädagogische Betreuung leisten die Wolfgang-Borchert-Schule und die Evangelische Jugendhilfe Friedenshort. Gearbeitet wird am Kiekeberg in Kleingruppen: Maximal sechs Kinder sind in einer Gruppe der individuellen Förderung, höchstens zwölf erarbeiten sich gemeinsam einen Weg in die berufliche Zukunft.
„Wir begleiten das Projekt pädagogisch intensiv. Es geht um die individuellen Chancen von Kindern, die es schwer haben im Leben. Erfolge sind daher ebenso individuell: ein gutes Miteinander in der Schulklasse, gestiegenes Selbstvertrauen oder mehr Eigeninitiative. Es sind die Soft Skills, die über die Integration von Menschen in unsere Gesellschaft entscheiden“, erklärt Carina Meyer. Wenn das Projekt erfolgreich ist, wird es, so hoffen alle Projektpartner, auch im übernächsten Schuljahr fortgeführt. Denn: Der Bedarf ist groß. Die Evaluation im laufenden Projekt übernimmt ein externer Coach.