„Heizungsgesetz“ schlägt hohe Wellen: Kein Fernwärmenetz in der Gemeinde Seevetal
Seevetal. Das so genannte „Heizungsgesetz“ erzeugt hohe Wellen, obwohl es noch gar nicht verabschiedet worden ist. Diese „Wellen“ erreichen auch das Seevetaler Rathaus in Hittfeld. Bürgerinnen und Bürger, die vor einem erforderlichen Heizungstausch stehen, fragen verstärkt an, ob die Gemeinde Seevetal über ein Fernwärmenetz verfüge oder ein solches (aus)bauen möchte. Hierzu teilt die Gemeinde mit, dass derzeit kein öffentlich zugängliches Nah- oder Fernwärmenetz existiert.
Die Gemeinde Seevetal ist aber als Mittelzentrum gemäß dem Niedersächsischem Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes und zur Minderung der Folgen des Klimawandels verpflichtet, bis spätestens 31. Dezember 2026 einen Wärmeplan aufzustellen. In dem Wärmeplan werden die Wärmebedarfe der Gebäude in der Gemeinde ermittelt und mit den Potentialen der Wärmeversorgung abgeglichen, um so - zum Teil kleinräumig - treibhausgasneutrale Alternativen zur Wärmeversorgung aus fossilen Brennstoffen zu entwickeln.
Bestandteil des Wärmeplans wird auch eine Handlungsstrategie zur Senkung und treibhausneutralen Deckung des Wärmebedarfs der Gebäude mit der Benennung konkreter Maßnahmen sein, die im Handlungsspielraum der kommunalen Verwaltung liegen. Mit deren Umsetzung wiederum soll innerhalb von fünf Jahren nach Aufstellung des Wärmeplans begonnen werden.
Aktuell lässt die Gemeinde Seevetal das Potenzial an Photovoltaikflächen auf gemeindeeigenen Dächern untersuchen und schreibt die Aufstellung eines Handlungskonzepts für PV-Freiflächenanlagen aus. Diese Untersuchungen sind zwei Bausteine, die bei der kommunalen Wärmeplanung berücksichtigt werden. Dementsprechend wurde noch nicht mit dem Aufstellungsverfahren für eine Wärmeplanung begonnen. Es sind daher derzeit noch keine Aussagen möglich, ob und wenn ja, in welchem Umfang und in welchen Bereichen der Gemeinde Fernwärmenetze ausgebaut werden können.
Die Gemeinde wird über die Ergebnisse dieser Untersuchungen und die anschließende Wärmeplanung in den politischen Gremien und auf ihrer Homepage regelmäßig informieren. Aktuelle Informationen zu diesem Thema über die Gemeinde hinaus gibt es auch regelmäßig auf der Seite der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen: www.klimaschutz-niedersachsen.de.
