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Harburg: 3.000 Menschen demonstrieren gegen rechtsextreme Umtriebe

| Redaktion | Politik
Rund 3.000 Teilnehmer zählte die Kundgebung gegen Rechtsextremismus in Harburg am Samstag. | Foto: Niels Kreller
Rund 3.000 Teilnehmer zählte die Kundgebung gegen Rechtsextremismus in Harburg am Samstag. | Foto: Niels Kreller
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Harburg. Beeindruckendes Zeichen gegen Rechtsextremismus: Rund 3.000 Menschen* haben heute am Samstag laut Veranstalter auf dem Herbert-Und-Geta-Wehner-Platz vor dem ehemaligen Karstadt demonstriert. Es ging gegen die Pläne von Rechtsextremisten zur „Remigration“ von Menschen, die ihn nicht „deutsch“ genug sind.

Die Omas gegen Rechts waren auch da und hielten eine bewegende Rede. | Foto: Niels Kreller

Aufgerufen hatten auf Initiative der SPD-Fraktion ein Bündnis aus Bezirksfraktionen der SPD, CDU, Grünen, Linken und FDP. Nicht dabei war die AfD. Sie war auch erst gar nicht gefragt worden, immerhin hatten Vertreter aus der oberen Etage dieser Partei an dem Treffen teilgenommen, wo diese menschenverachtenden Pläne erörtert wurden.

Es wurde deutlich: Die Umtriebe der Rechtsextremen werden nicht nur als Angriff auf Menschen mit Migrationshintergrund gesehen, sondern als Angriff auf die Demokratie. „Der Gedanke, dass es da Menschen gibt, die Pläne entwickeln, unsere Freunde, unsere Nachbarn, unsere Kolleginnen und Kollegen einfangen, zu deportieren und irgendwo hin schaffen zu wollen, ist unerträglich“, sagte Frank Richter, SPD-Fraktionsvorsitzender, zu Beginn. Das seien Pläne, die es vor 80 bis 90 Jahren schon einmal gegeben habe. „Und das darf nie wieder geschehen“, sagte er unter dem Beifall der Anwesenden.

Die Veranstalter hatten ganz bewusst den 27. Januar für die Kundgebung gewählt. Es ist der alljährliche Holocaust-Gedenktag, der Tag an dem 1945 das Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit wurde. „Nie wieder ist jetzt“, so Richter.

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„Sie wollen eine Diktatur“, stellte Harburgs DGB-Vorsitzender Wolfgang Brandt mit Blick auf das Treffen der AfD-Funktionäre, Mitgliedern der Werteunion und bekennende Faschisten fest. „Das lassen wir nicht zu – dem wollen wir uns entgegenstellen.“ Die AfD sei eine populistisch auftretende rechtsextreme Partei mit gefährlicher Nähe zu Faschisten. „Sie bedroht ihre Kritiker und Politiker anderer Parteien, sie sich ihnen entgegenstellen“, sagte Brandt weiter. Es gebe gute Gründe, diese Partei zu verbieten.

Auf vielen Schildern taten die Teilnehmer ihre Ablehnung gegenüber den rechtsextremen Deportationsplänen kund. | Foto: Niels Kreller

Auch Maja Meiser von den Omas gegen Rechts wandte sich in einer bewegenden Rede an die Teilnehmer. Sie rief, ebenso wie Susanne Lindenlaub-Borck von der Initiative Willkommen in Süderelbe“, Hatice Nazerzadeh, eine langjährige Nachbarschaftsmutter und aktiv im Flüchtlingscafé Süderelbe und der Imam der El-Iman Moschee, Mounib Doukali, zu Zivilcourage und Widerstand gegen diese Pläne auf.

Danach sprach Lena Coban vom religiösen Dialog Harburg und es kamen die Vertreterinnen und Vertreter der aufrufenden Parteien zu Wort. Auch Claus Niemann, Sprecher des Harburger Integrationsrates, fand deutliche Worte. Den Abschluss bildete Pröpstin Carolyn Decke.

Musikalische wurde die Kundgebung von der Band Lola begleitet. Die Moderation hatte Harburg Hafenbarde Werner Pfeifer übernommen.

*Nach Polizeiangaben von 17:10 Uhr 1.500 Teilnehmer. Allerdings befanden sich zu diesem Zeitpunkt auch noch viele auf dem Weg zum Kundgebungsort.

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