Corona: Hamburg ist Risikogebiet – was bedeutet das für das Eventwochenende ein Harburg?
Harburg/Hamburg. Seit heute Mittag steht fest: Hamburg ist Corona-Risikogebiet! Der 7-Tage-Inzidenzwert (Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner) liegt mit 50,6 über der 50er-Schwelle. Damit greifen neue Vorschriften. Eine Sperrstunde ab 23 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages hatte der Senat ja schon ab Samstag erlassen.
Verkaufsoffener Sonntag und SuedKultur-MusicNight
Für das kommende Wochenende sind in Harburg zwei Veranstaltungen geplant: Zum einen der „Integration-Sonntag“ mit Ladenöffnung am Sonntag, 25. Oktober, und die SuedKultur-MusicNight – Fight For Live von Freitag bis Sonntag auf dem Kanalplatz. Die große Frage ist nun: Können diese Veranstaltungen stattfinden?
Laut Bezirksamt Harburg steht dem Integration-Sonntag nichts im Wege. Zumindest aktuell. „Zu dieser Stunde“, wie es heißt. Aber: Ob sich Änderungen ergeben sei nicht ausgeschlossen. "Aufgrund der aktuellen Situation, können leider auch kurzfristige Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus und zum Schutz der Gesundheit nicht kategorisch ausgeschlossen werden", so Sandra Stolle, stellvertretende Pressesprecherin des Bezirksamtes, gegenüber besser-im-blick. Wie es also in ein oder zwei Stunden oder morgen aussieht, das vermag niemand zu sagen.
Ebenso sieht aktuell es mit der SuedKultur-MusicNight aus. Die findet Open Air auf dem Kanalplatz statt. Es gibt feste Sitzplätze und ein detailliertes Hygienekonzept. Wenn also die Bestimmungen nicht noch bis zum Wochenende verschärft werden, sollte auch dieses Event stattfinden können.
Schärfere Regeln? Senat will erst einmal beobachten
Ab jetzt dürften sich eigentlich, so hatten es die Länderchefs am vergangenen Donnerstag besprochen, in der Öffentlichkeit nur noch zehn Personen treffen. Privat wären es zehn Personen aus höchstens zwei Haushalten. Aber der Senat tagt erst morgen wieder. Und die Verfügung vom Freitag wurde schon mit Blick darauf beschlossen, dass Hamburg die 50er-Marke überschreitet – denn das zeichnete sich schon da ab. Ob es weiterer Regeln bedarf, will der Senat abwarten. "Wir schauen uns das erst einmal zehn Tage an“, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Montagmorgen gegenüber NDR 90,3. Die Auswirkungen der verschärften Regeln werden wohl auch erst in zehn bis 14 Tagen zu sehen sein.