Handball: BSV holt Kantersieg - Luchse weiter sieglos
Buchholz/Rosengarten/Buxtehude. Die beiden Handball-Bundelsiga-Teams der Region mussten am Samstag wieder ran. Angekündigt wurde das Spiel des Buxtehuder SV gegen die HSG Bensheim/Auerbach als „Spiel auf Augenhöhe“, so BSV-Trainer Dirk Leun. Am Ende war es ein Kantersieg! Die Handball-Frauen des Buxtehuder SV gewannen auch ihr drittes Heimspiel deutlich mit 34:22 (14:11).
Die Anfangsphase des Spiels war geprägt von einigen Unkonzentriertheiten und technischen Fehlern auf beiden Seiten, mit leichtem Übergewicht bei den Gästen. Die vielen Ballverluste konnten allerdings von beiden Mannschaften nicht effizient genutzt werden.
Die Buxtehuderinnen fanden immer besser ins Spiel und konnten nach und nach eine Führung aufbauen. Vor allem Abwehrchefin Liv Süchting hatte daran mit vier Treffern in der ersten Halbzeit einen entscheidenden Anteil. Zur Pause stand es 14:11 für die Heim-Mannschaft
Eine Schrecksekunde gab es in der 20. Minute: Charlotte Kähr blieb kurz nach ihrer Einwechslung weinend am Boden liegen, nachdem sie mit Sarah van Gulik zusammengeprallt war. Beide gingen im Zweikampf zu Boden, dabei wurde die Schweizer Nationalspielerin vom Fuß ihrer Gegenspielerin im Gesicht getroffen. Mit Verdacht auf Nasenbeinbruch konnte Charlotte Kähr die Partie nur noch von der Bank aus verfolgen. Zum Glückbestätigte sich der Verdacht nicht: Die Röntgenaufnahmen und ein Gespräch beim HNO-Arzt ergaben keine schlimmere Verletzung.
In der zweiten Hälfte erwischte der BSV den deutlich besseren Start und konnte die Führung sehr schnell ausbauen. Daran hatten drei Spielerinnen großen Anteil, die erstmals in dieser Saison in einem Heimspiel auf der Platte standen: Torhüterin Lea Rüther stand nach ihrer Knorpelverletzung im Knie und fast acht Monaten Pause in der 2. Halbzeit im Tor und kam nach anfänglichen Unsicherheiten auf acht Paraden bei einer überragenden Quote von 40 Prozent gehaltenen Bällen
Luchse weiter ohne sieglos
Die Luchse der HL Buchholz 08-Rosengarten mussten am fünften Spieltag nach Nordhessen. Dort unterlagen vor 250 Zuschauern in der Sporthalle Edertal den Bad Wildungen Vipers mit 29:23. Die immer noch sieglosen Norddeutschen belegen jetzt den letzten Platz, da Zwickau sich gegen Leverkusen durchsetzen konnte. In der ansprechenden Partie waren Munia Smits und Jana Scheib mit jeweils acht Treffern die sichersten Torschützinnen ihrer Mannschaft, bei den Luchsen zeichnete sich Alexia Hauf mit vier Toren aus. 0
„Die Mädels sind natürlich sehr enttäuscht, weil sie insgesamt nicht ihr Potential abrufen konnten. Aufgrund unserer Schwächen im Rückraum haben wir viele Dinge im Training geübt, die auch im Spiel von Außen oder vom Kreis ganz gut geklappt haben, aber dann müssen die Chancen auch genutzt werden. In der Breite war uns Bad Wildungen klar überlegen und wir konnten die Tore aus dem Rückraum nicht verhindern. Marleen Kadenbach ist nach ihrer langen Verletzungspause noch nicht soweit und wird behutsam aufgebaut. Auch Alina Molkova braucht noch einige Trainingseinheiten, um uns wirklich helfen zu können. Erst wenn unsere übrigen verletzten Spielerinnen wieder einsetzbar sind, werden wir wieder voll angreifen können, bis dahin müssen wir diese schwierige Phase überbrücken“, bilanziert Dubravco Prelcec, Trainer der Luchse.