Handball-Frauen des Buxtehuder SV zeigen „schlechtes Spiel gegen sehr guten Gegner“
Buxtehude. Die Partie wurde als Spitzenspiel angekündigt: Es stellte sich jedoch heraus, dass es ein solches in der Halle Nord in Buxtehude nicht geben sollte. Die Buxtehuderinnen unterlagen am Samstagnachmittag den Tabellenzweiten BV Borussia Dortmund mit 31:21 (11:17). BSV-Trainer Dirk Leun zeigte sich nach Abpfiff enttäuscht: „Ich bin absolut unzufrieden – das ist eine schlechte Leistung gewesen.“
Nach einer hektischen, jedoch ausgeglichenen Anfangsphase, ging das Team von Trainer André Fuhr zum ersten Mal mit drei Toren in Führung. Diese sahen die 569 Zuschauer im Spielverlauf in keiner Weise mehr gefährdet. Bis zur Halbzeitpause erhöhte sich der Vorsprung der Dortmunderinnen auf sechs Tore (11:17). Mit einem 4:0- Lauf nach der Pause wurden daraus schnell zehn Tore Vorsprung, den die Mannschaft aus Buxtehude nicht mehr aufholen konnte.
Dirk Leun: „Wir haben ein besseres Ergebnis leichtfertig abgegeben. Das ist schade. Wir haben uns dieses `Spitzenspiel‘ erarbeitet – aber sind dem heute nicht gerecht geworden.“ Besonders die hohe Fehlerquote stimmte den BSV-Coach unzufrieden: „Wir haben uns in der ersten Halbzeit in der Deckung nicht gewehrt und haben uns hin und her scheuchen lassen. Es fehlte an Körpersprache und Aggressivität in den Zweikämpfen.“
Dortmund-Trainer André Fuhr bemängelte zwar die hohe Fehlerquote auf beiden Seiten in der ersten Halbzeit, zeigte sich aber insgesamt sehr zufrieden mit der „reifen und abgeklärten Vorstellung“ seiner Mannschaft: „Wir hatten einige gravierende Ausfälle. Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir das in dieser souveränen Art und Weise lösen würden. Die beiden Punkte haben wir verdient gewonnen.“
Spielerin des Spiels wurde auf BVB-Seite Alina Grijseels mit elf Toren, davon sieben Siebenmeter. Bei den Buxtehuderinnen wurde Annika Lott mit sechs Feldtoren gewürdigt.
Ein kleines Highlight gab es dann doch noch: Ein besonderer Halbzeittalk. Isabelle und Dominik Klein waren zu Gast in der Halle Nord. „Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen. Ich würde am liebsten die Schuhe anziehen und aufs Feld springen“, freute sich „Isi“, die ehemalige BSV-Kapitänin.