I now declare this bazaar opened! Marktfläche am Sand offiziell eingeweiht
Harburg. Nun ist er offiziell eröffnet: Der umgebaute Sand, auf dem Hamburgs ältester (über 400 Jahre) Wochenmarkt beheimatet ist. Am vergangenen Freitag präsentierten Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeld und Harburgs „Bürgermeisterin“, Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen, die Fläche den Bürgerinnen und Bürgern.
Das Areal vom Sand bis zum Ende der Hölertwiete sowie der dazwischenliegende Wendehammer wurde für rund 4,2 Millionen Euro saniert. Schickes Klinkerpflaster sorgt nun für einen optischen Zusammenhang des Gebietes. Es wurden Aufenthaltsbereiche neu geschaffen, das ganze Gebiet ist nun barrierefrei. Auch neue Außengastronomieflächen, wie beispielsweise für das neue Café „Süß&Herzhaft“ gibt es.
Über 400.000 Klinkersteine verlegt
Der Umbau ist ein Projekt des Fördergebiets Harburger Innenstadt / Eißendorf-Ost im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE). Seit dem Baubeginn im April 2019 wurden rund 400.000 Klinker im Bereich Sand, Hölertwiete, nördlicher Gehweg Sand und rund um das Schillerdenkmal verbaut. Dafür wurden RISE-Mittel sowie Mittel des Hamburger Plätze Programms, des Bezirksamts Harburg sowie des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und des Business Improvement Districts (BID) Sand / Hölertwiete gebündelt eingesetzt. Entstanden ist ein neuer attraktiver Stadtraum, der nun offiziell eingeweiht wurde. Realisiert wurde die Gesamtmaßnahme durch das Bezirksamt Harburg – Fachamt Management des öffentlichen Raumes.
„Der Sand ist zu einem attraktiven Bereich geworden“, stellte Stapelfeldt fest. Die Qualität des historischen Platzes mit dem ältesten Wochenmarkt Hamburgs (über 400 Jahre) sei erhalten geblieben. „Markt ist zugleich sinnlich und g
enussvoll“, so Stapelfeld. „Und macht einfach Spaß.“
„Der Wochenmarkt Sand hat eine große Bedeutung für die Harburger Innenstadt, denn er ist für viele Bürgerinnen und Bürger ein zentraler Begegnungsort. Es freut mich, dass Hamburgs ältester Wochenmarkt mit dem neuen Marktplatz, der durch eine hohe Aufenthaltsqualität und einem attraktiven Erscheinungsbild hervorsticht, den Innenstadtbereich belebt und mehr denn je zum Einkaufen und Verweilen einlädt“, zeigte sich Bezirksamtsleiterin Fredenhagen zufrieden. Auch Bernd Meyer vom BID freute sich über das Ergebnis. Zu seinem Dienstjubiläum in der benachbarten Sparkasse Harburg-Buxtehude habe er drei Wünsche gehabt, so Meyer: „Gesundheit, dass der ich die Meisterschaft des HSV auf dem Rathausplatz feiern kann und dass Sand und Hölertwiete in neuem Glanz erstrahlen.“ Gesundheit und der letzte Wunsch haben, so Meyer, immerhin schon mal geklappt.
Bolero-Abriss: In zwei Wochen zieht der Wochenmarkt um
Allerdings wird der Wochenmarkt bald für einen Monat wieder auf den Rathausplatz umziehen. Denn vom 12. Oktober bis zum 13. November werden das „Bolero-Gebäude“ und der ehemalige Blumenmarkt abgerissen, um Platz für rund 80 Seniorenwohnungen, Gastronomie und Lebensmittelhandel zu machen. In der Vergangenheit hatte es immer wieder wilde Spekulationen um die beiden Grundstücke gegeben. 2017 hatte dann die AVW Immobilien AG Nägel mit Köpfen gemacht und das Projekt angefangen zu planen, das dann nicht mehr nur auf dem Papier existiert, sondern mit dem Abriss auch seinen ganz realen Startschuss erfährt.
Der Umzug des Wochenmarktes wird sowohl bei Marktbeschickern als auch bei den Besuchern zwiespältig gesehen. Erfahrungen damit gibt es: Vor rund eineinhalb Jahren war der Markt wegen des Umbaus des Sandes schon einmal auf den rathausplatz gezogen. Für einige ist es eine bessere Location und insbesondere die Kulisse mit Rathaus und Alter Post sei hübsch. Allerdings fehlen vielen dort Kurzzeitparkmöglichkeiten um einmal schnell anzuhalten und einen schnellen Einkauf auf dem Markt zu machen. Auch wird sich zeigen, wie der Markt auf der Fläche mit den Coronaregeln möglich sein soll.