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Herzblut entwickelt: Bornemannsches Haus mit dem Denkmalpreis ausgezeichnet

| Niels Kreller | Feuilleton
Freuen sich über den Denkmalpreis für das Bornemannsche Haus: Prof. Dr-Ing. Wolfgang Stein, Arne Weber und Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss (v.l.). | Foto: Niels Kreller
Freuen sich über den Denkmalpreis für das Bornemannsche Haus: Prof. Dr-Ing. Wolfgang Stein, Arne Weber und Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss (v.l.). | Foto: Niels Kreller

Harburg. „Sehr geehrter Herr Weber und wunderschönes Bornemannsches Haus“, begann Prof. Dr-Ing. Wolfgang Stein, Vorsitzender des Museumsvereins Harburg, seine Ausführungen zur Verleihung des Denkmalpreises für das Bornemannsche Haus in der Harburger Schloßstraße. Die Anrede, so Stein, gebe den Charakter und Sinn des Preises wieder. „Zum einen soll ein denkmalwürdiges und denkmalwürdig hergerichtetes Haus ausgezeichnet werden. Aber es soll auch demjenigen, der hinter einer solchen Aktion steht, Anerkennung und Hochachtung gezeigt werden.“ Und derjenige habe eine Perle im alten Teil von Harburg erschaffen.

Gemeint ist Arne Weber, der das Bornemannsche Haus aus dem Jahr 1565 wieder hergerichtet hat. Irgendwann habe er gehört, dass das Haus zu verkaufen sei, berichtet Weber vom Ursprung des ganzen Unternehmens. „Wir haben überlegt, was wir mit dem Haus tun, das vollkommen verfallen war, machen sollen“, berichtete Weber. Abreißen, so viel war klar, ging nicht – das machte das Denkmalschutzamt auch von Beginn an deutlich. „Erhalt musste also sein. Wir hatten dann die Idee, ein Studentenheim draus zu machen.“

 

 

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Das habe ihn aber nur Nerven mit dem Denkmalschutz gekostet, so Weber. Fünf Jahre habe die Sanierung gedauert – und irgendwann beschloss er, das Haus nicht zum Studentenwohnheim zu machen. Denn das hätte bedeutet, die historischen Mauern hinter Rigips zu verstecken. Da fiel der Beschluss, etwas anderes draus zu machen. „Ich habe Herzblut für das Haus entwickelt, als ich beschlossen habe, es so zu lassen“, erinnert sich Arne Weber.

Nun ist statt Studentenwohnungen die Galerie 1565 im Bornemannschen Haus beheimatet. Dort werden Künstlerinnen und Künstler gezeigt, die am Beginn ihres künstlerischen Schaffens stehen. „Dass diese wunderbare Galerie jetzt hier drin ist, ist ein Glücksfall für Harburg“, bestätigte Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museum Hamburg / Stadtmuseum Harburg. Das dies auch andere so sehen zeigt, dass die an der Sanierung beteiligten Handwerker von Hamburgs Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege ausgezeichnet wurden.

2019 wurde der Denkmalpreis das bis dato letzte Mal vergeben. Damals für den Kulturkiosk Blohmstraße gleich in der Nähe des Bornemannschen Hauses. Der Binnenhafen ist ein Zentrum denkmalwürdiger Gebäude: Außer dem Bornemannschen Haus und dem Kulturkiosk wurden auch schon 2015 der Speicher Am Kaufhauskanal und 2017 die Fischhalle mit der Plakette geschmückt.

Aktuell ist noch due Ausstellung des Künstlers Jakob Schöning in der Galerie 1565 zu sehen.

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