Jubiläumsveranstaltung zugunsten der SOS-Kinderdörfer
Harburg. Dieter Bahlmann, viele Jahre lang Leiter der Abteilung Bücher und Zeitschriften des Harburger Karstadt-Hauses, hat im Laufe seiner beruflichen Tätigkeit bis zum Wechsel in den Ruhestand viele Prominente in Harburg begrüßt. Während die meisten Otto-Normal-Bürger Sport-, Fernseh- und Leinwandgrößen wie Heinz Rühmann, Gustav Knuth, Harald Juhnke, Loriot, Ephraim Kishon, Curd Jürgens, Siegfried Lenz, Peter Scholl-Latour, Helmut Schön, Franz Beckenbauer, Fritz Walter, Uwe Seeler, Hennes Weisweiler, Max Schmeling, Hardy Krüger, Harry Valerien, Joachim Friedrichs und viele andere Stars meist lediglich aus dem Fernsehen, dem Kino oder anderen Medien kennen, hat Dieter Bahlmann sie im Laufe mehrere Jahre alle "hautnah" erlebt - bei Signierstunden.
Dabei kam der inzwischen 82-Jährige auch auf die Idee, diese Kontakte zu nutzen und musikalische Wohltätigkeitsveranstaltungen ins Leben zu rufen. In den vergangenen Jahrzehnten organisierte der engagierte ehemalige Karstadt-Mitarbeiter aber auch viele Konzerte mit namhaften Stars und in den 1980er-Jahren auch Fußballspiele zwischen Harburg-Teams und Prominenten-Mannschaften mit zahlreichen ehemaligen deutschen Nationalspielern für den guten Zweck.
Um exakt sagen zu können, wie viele Veranstaltungen Dieter Bahlmann mittlerweile für die SOS-Kinderdörfer in Rio de Janeiro und in aller Welt auf die Beine gestellt hat, bräuchte es einiges an Recherche und einen Taschenrechner. Sicher ist: Die Zahl ist erheblich. Ebenso wie die Spendensumme, die Dieter Bahlmann mit seinen Events über die Jahrzehnte für SOS-Kinderdörfer eingespielt hat. Sie liegt vermutlich im Bereich von fast 800 000 Euro.
So holte Dieter Bahlmann einst auch Roy Black in die Harburger Friedrich-Ebert-Halle. "Der Abend mit Roy Black war sicher ein Höhepunkt der von mir organisierten Wohltätigkeitsveranstaltungen", erzählt Bahlmann. Lange habe er warten müssen, bis ein Termin mit dem Schlagerstar gefunden war. Auch an ein Konzert mit Rolf Zuckowski erinnert er sich gern: "Es waren natürlich auch viele Kinder da. Und die Stimmung war einmalig schön."
Jetzt freut er sich mit langjährigen Weggenossen auf die Jubiläumsveranstaltung zugunsten der SOS-Kinderdörfer weltweit am Samstag, 1. Oktober, ab 19.30 Uhr auf die Schauspielerin und Sängerin Sandra Keck, Axel Stosberg von Santiano, Dirk Schlag, Gitarrist früher bei Truck Stop und seit einigen Jahren bei Santiano, und auf die legendäre Hamburger Traditional Old Merry Tale Jazzband im Harburger Theater am Museumsplatz 2 in Harburg.
Die aus Wilstorf stammende langjährige Ohnsorg-Schauspielerin Sandra Keck präsentiert Ausschnitte aus ihrem Soloprogramm und interpretiert ihre Lieder unter dem Motto "Kecke Aussichten". Außerdem freut sie sich auf ein Duett mit "Prinz" Axel Stosberg. Dirk Schlag, der großartige Gitarrist der Gruppe Santiano, hat ebenfalls zugesagt und will die "rauhe See" in den Harburger Theatersaal tragen. Sandra Keck wird auch die Moderation der Jubiläumsveranstaltung übernehmen
Die Musiker der Traditional Old Merry Tale Jazzband wollen mit ihren Klassikern "Bourbon Street Parade", "Blueberry Hill", "Down By The Riverside" und natürlich mit dem Sommerhit des Jahres 1961, "Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehn" ihr Publikum mitreißen. Außerdem steht auch der in Neuwiedenthal aufgewachsene Sänger, Schauspieler und Regisseur Gino D`Oro gemeinsam mit seiner langjährigen Bühnenpartnerin Tanja Rübcke auf der Bühne.
Karten für die Veranstaltung zum Preis von 18 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr sind an den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse des Harburger Theaters zu bekommen.
Die SOS-Kinderdörfer lernte Bahlmann über seine Arbeit bei Karstadt in Harburg besser kennen. Er leitete dort die Buchabteilung und organisierte immer wieder Lesungen sowie Signier- und Autogrammstunden mit den zahlreiche Prominenten. Im Jahr 1981 stiftete der Konzern zu seinem hundertjährigen Firmenbestehen ein SOS-Kinderdorf in Brasilien. Dieter Bahlmann entschied sich damals, von diesem Zeitpunkt an eigene Veranstaltungen in den Dienst von SOS zu stellen.
Die Erlöse seiner Events kamen überwiegend dem SOS-Kinderdorf Jacarepaguá in Rio de Janeiro (jetzt in aller Welt) zugute. Bahlmann hat das Kinderdorf auch schon ein paar Mal besucht. Besonders beeindruckte ihn dabei, dass die Kinder so lange von SOS begleitet werden, bis sie in der Lage sind, ihr Leben selbstständig zu meistern. "Damit ist ihnen wirklich geholfen", meint Bahlmann.
Dieter Bahlmann präsentiert auch nach wie vor "Blues- and Boogie Nights" in der Harburger Friedrich-Ebert-Halle - meist mit Musiker-Größen wie Axel Zwingenberger und Abbi Wallenstein. Blues und Boogie sind die Musikstile, die Dieter Bahlmann auch selbst gern hört. Für die nächste lange Nacht am Freitag, 4. November, ab 20 Uhr hat der Vorverkauf ebenfalls schon begonnen.