Randalierer warf mit Bierdose nach Zugbegleiter
Harburg. Am Harburger Bahnhof wurde ein Zugbegleiter angegriffen und mit einer Bierdose beworfen. Nach aktuellem Ermittlungsstand der Bundespolizei kam es am gestrigen Donnerstag gegen 07:50 Uhr am Bahnsteig 3 des Bahnhofs Harburg zu dem Vorfall. Ein 47-jähriger Zugbegleiter eines Metronom-Zuges wurde während der Fahrkartenkontrolle von einem 29-jährigen Mann körperlich angegriffen und bedroht.
Der Zugbegleiter sprach die Person an, da diese eine geöffnete Bierdose im Zug bei sich führte und somit gegen das Alkoholkonsumverbot verstieß. Die Reaktion der Person war sofort aggressiv und uneinsichtig, weshalb der Zugbegleiter entschied, die Person von der weiteren Fahrt auszuschließen.
Das Ganze verlagerte sich auf den Bahnsteig, wo der Mann dem Zugbegleiter drohte, diesem ins Gesicht zu schlagen. Da forderte der Zugbegleiter Unterstützung von der Bundespolizei an.
Daraufhin warf der Tatverdächtige eine Bierdose nach dem Zugbegleiter, verfehlte ihn jedoch. Bierspritzer landeten auf der Kleidung des Zugbegleiters. Zudem soll der Beschuldigte dem Zugbegleiter gegen das Gesäß getreten und ihn mit der flachen Hand auf den Hinterkopf geschlagen haben, was dazu führte, dass das Smartphone des Zugbegleiters zu Boden fiel, als er die Bundespolizei um Hilfe bat.
Das Smartphone blieb durch den Sturz unbeschädigt. Die herbeigerufenen Bundespolizisten konnten den Angreifer vor Ort festnehmen, wurden jedoch während der Festnahme von ihm beleidigt.Der Zugbegleiter erlitt äußerlich keine sichtbaren Verletzungen und benötigte keine unmittelbare medizinische Untersuchung. Nachdem die Identität des Beschuldigten festgestellt wurde und entsprechende polizeiliche Maßnahmen ergriffen wurden, erhielt der Beschuldigte einen Platzverweis für den Zug und den Bahnhof Harburg.
Der Beschuldigte verweigerte einen freiwilligen Atemalkoholtest. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden vom Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg durchgeführt.
