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Halloween in Harburg: Süßes UND Saures - Gruselspaß und Gruselkrawall

| Niels Kreller | Life
Halloween in Harburg zeigte in diesem Jahr wieder zwei Gesichter. | Foto: Niels Kreller
Halloween in Harburg zeigte in diesem Jahr wieder zwei Gesichter. | Foto: Niels Kreller
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Harburg. Ein ganz durchwachsenes Halloween war es in Harburg in diesem Jahr. Während am Montagabend vornehmlich in der Lämmertwiete kräftig gefeiert wurde, am Dienstag die Kids durch die Straßen zogen und an den Haustüren klingelten um „Süßes oder Saures“ zu fordern und die Besucher, die den Halloween Haunt des antikynos auf dem Rathausplatz genossen, randalierte ein Mob aus rund 300 bis 400 Jugendlichen heftiger als je zuvor und verwandelte den Harburger Ring in ein Schlachtfeld.

Die schöne Seite von Halloween in Harburg

Das "Böse Haus" im Blaumeisenweg in Eißendorf ist immer ein Anziehungspunkt an Halloween. | Foto: Niels Kreller

Trotz des nicht ganz so guten Wetters zogen wieder viele Kids mit ihren Eltern durch die Straßen, gruselig verkleidet als Vampire, Hexen, Zombies oder Gespenster, und klingelten an den Haustüren. „Süßes oder Saures“ forderten die kleinen Gespenster und bekamen ein paar Leckereien, die in ihre Beutel wanderten.

Highlight war wieder einmal das „Böse Haus“ im Blaumeisenweg in Eißendorf. Dort sammelten sich schon unzählige Schaulustige, während es noch hell war. Die bösen roten Augen aus den Fenstern beäugten die Besucher, Geister waren an den Fenstern zu sehen und eine schaurige Stimme, die im Übrigen den ganzen Abend durch ganz Eißendorf zu hören war, forderte die ganz mutigen Kids auf, das Haus zu betreten.

In diesem jahr noch ein Geheimtipp: Der Gruselgarten von Helge Hübner und Johannes "jojo" Tapken" im Hainholzweg. | Foto: Niels Kreller

Eißendorf war und ist einer der Halloween-HotSpots in Harburg und rund um Blaumeisen- und Hainholzweg lassen sich die Einwohner oftmals viel einfallen an diesem Tag. Noch ein Geheimtipp ist das Haus von Helge Hübner ein Stück rauf im Hainholzweg, der zusammen mit Johannes „Jojo“ Tapken im vergangenen Jahr damit begonnen hatte, das Grundstück in eine Gruselkammer zu verwandeln. Auch in diesem Jahr zeigte der weiße, beleuchtete Geist am Mauertor an, dass es hier was zu holen gibt. Aber viele Kids trauten sich nur in Begleitung ihrer Eltern durch die Nebelschwaden in den Garten hinunter, wo gruselige Musik zu hören war und Geister mit roten Augen und Fledermäuse schaurige Laute von sich gaben.

Auf dem Rathausplatz gab es derweil den „Halloween Haunt“ des antikyno. Hier wurden stündlich Gruselführungen gemacht und die Uraufführung des Films „From Beyond“ nach der Vorlage des Horrorautors H. P. Lovecraft. Die Aktion, die vom Bezirksamt finanziert wurde, wurde richtig gut angenommen. Teilweise bildete sich eine große Schlange.

 

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Die hässliche Seite von Halloween in Harburg

Einen wichtigen Zweck aber erfüllte der Halloween Haunt leider nicht. Denn der sollte auch dies bewirken: Krawalle wie im vergangenen Jahr an Halloween auf dem Harburger Ring durch eine tolle Aktion in der Nähe verhindern. Dieses Anliegen lässt sich gelinde gesagt – zumindest in dieser Form – als komplett gescheitert betrachten. Denn anstatt keiner oder wenigsten weniger Krawall, erlebte Harburg die heftigsten Ausschreitungen seit vielen Jahren.

Obwohl eine tolle Aktion und richtig gut besucht konnte der Halloween Haunt des antikyno auf dem Rathausplatz die Krawalle nicht verhindern. | Foto: Lenthe-Medien

Ein Mob von rund 300 bis 400 Jugendlichen sammelte sich am späten Nachmittag/frühen Abend am Harburger Ring. Die Polizei hatte zuvor einige der in Harburg eingesetzten Kräfte nach Wilhelmsburg verlagert, da sich dort ebenfalls Jugendliche sammelten.  Die nutzten offensichtlich die „gute Gelegenheit“, um schnell mit der S-Bahn nach Harburg zu fahren und ließen so die Polizei in Wilhelmsburg Leere laufen.

Die Randalierer nutzten die Schwäche der Polizei und bauten Barrikaden auf dem Harburger Ring und rissen Straßenschilder aus ihren Verankerungen, mit denen sie die verbliebenen Polizeibeamten bewarfen. Erst nach einiger Zeit kam Verstärkung. Die Polizei setzte Schlagstock und Wasserwerfer ein. Es gab etliche Festnahmen. Schlussendlich konnte die Polizei den Mob nach rund einer Stunde zerstreuen.

Erst in der vergangenen Woche hatte ein israelfeindlicher Mob am Harburger Ring randaliert (besser-im-blick berichtete: Widerlich: Antisemitischer Mob randaliert in Harburg).

Auch imn der Straße Im Mulsen bei den Junaks in Fischbek war es schaurig-schön. | Foto: privatUnd jetzt?

Was bleibt, ist schlicht zu hoffen, dass es nach drei Jahren Krawallen an Halloween in Harburg die Behörden und die Politik im kommenden Jahr endlich schaffen, diesem Spuk ein Ende zu bereiten. Woran hat es gelegen, dass sich die Polizei offensichtlich hat ins Bockshorn jagen lassen? Warum hat es von der Idee vor über drei Monaten so lange gebraucht, bis es überhaupt ein Konzept für die Aktion zur Beruhigung der Lage gegeben hat?

Hier nicht, falsch oder zu kurzfristig gehandelt zu haben, den Vorwurf werden sich Politik und Polizei gefallen lassen und auch Rede und Antwort stehen müssen. Die Idee mit dem Geisterzelt auf dem Rathausplatz war richtig toll und unter dem zeitlichen Druck großartig umgesetzt – das zeigt auch die hervorragende Annahme durch die Harburger. Allerdings hat es die Krawalle nicht verhindern können. Wie das gelingen soll, dafür haben Politik und Polizei jetzt ein knappes Jahr Zeit, sich Gedanken zu machen.

 

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