Mitgliederversammlung: Nils Steffen ist neuer Vorsitzender des Kulturhauses Süderelbe
Süderelbe. „Kultur für alle“ – seit der Gründung im Jahr 1980 bietet das Kulturhaus Süderelbe e. V. unter diesem Motto zahlreiche Kurse und Projekte für Jung und Alt an. Heute ist das Kulturhaus eine Mischung aus Volkshochschule, Veranstaltungsort, Nachbarschaftstreff, Treffpunkt für die Engagierten der Region – und eines von 28 von der Stadt geförderten Stadtteilkulturzentren. Rund 1.000 Menschen nutzen wöchentlich die Angebote. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung hat der erfolgreiche Verein nun einen neuen Vorstand gewählt.
Der bisherige Vorsitzende Ines Sulzbacher, die vor einem Jahr spontan die vakante Vereinsführung übernommen hatte, gibt ihr Amt jetzt in neue Hände: Der Neugrabener Historiker Nils Steffen übernimmt ab sofort die ehrenamtliche Leitung des Hauses. In seiner Bewerbungsrede warb er um das Vertrauen der Mitglieder und skizzierte drängende Aufgaben für die Zukunft. So wolle Steffen die Nachbarschaft – und insbesondere junge Familien – mit neuen Angeboten für das Kulturhaus begeistern. Außerdem brauche es dringend mehr Ehrenamtliche, die das Team im Tagesgeschäft und bei Veranstaltungen unterstützten.
Um neue Menschen zu erreichen, müsse der Verein, so Steffen, aber auch seine Kommunikation professionalisieren. Website, Social Media und Newsletter sind schon jetzt wichtige Säulen der Arbeit, erreichen aber noch nicht alle Menschen, die man gerne erreichen wolle. Die Mitgliederversammlung hat Steffen einstimmig gewählt. Beruflich ist der Neue im Kulturhaus an der Universität Hamburg tätig. Als Koordinator des Arbeitsfeldes Public History lehrt und forscht Steffen, wirbt Drittmittel ein und begleitet die Projekte der Public History administrativ.
Im zurückliegenden Jahr hat er gemeinsam mit Stephan Kaiser bereits das Kooperationsprojekt „Stadtrandgeschichten“ durchgeführt, in dem Bürgerinnen und Bürger die Migrationsgeschichte nach Süderelbe seit 1945 erforschten. Dafür konnten Kulturhaus und Universität ein Preisgeld von 50.000 Euro einwerben.
Außer dem 1. Vorsitzenden wählte die Mitgliederversammlung auch eine neue Stellvertreterin. Nach mehr als zehn aktiven Jahren im Vorstand war Hannelore Bobeck nicht erneut zur Wahl angetreten. Ihr Amt übernimmt zukünftig Sigrid Waschull. Walter Simonsen wurde als neuer Schriftführer gewählt und löst damit Jens Marcus Wasserstraß ab, der seinen Lebensmittelpunkt nach Schleswig-Holstein verlagert hat. Einzig Winfried Wöhlke bleibt dem Vorstand erhalten. Der Schatzmeister wurde ohne Gegenstimmen in seinem Amt bestätigt. Die Vereinskasse wird künftig von Julia Hudy und Gunter Buck geprüft.
„Ich darf in einem hoch qualifizierten und engagierten Team arbeiten. Das motiviert mich zusätzlich“, freut sich Steffen. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin Johanna Eisenschmidt und dem hauptamtlichen Team wolle er nun die nächsten Schritte planen. „An Bewährtem wollen wir natürlich festhalten. Dazu gehören das Kursangebot und die Veranstaltungsreihe im Jola, die sehr erfolgreich sind. Aber es warten auch schon einige Ideen, die in den kommenden Monaten ausprobiert werden wollen. Ich glaube behaupten zu dürfen, dass die Menschen in Süderelbe sich darauf freuen dürfen“, resümiert Steffen den Abend.
