Spezialeinheiten verhaften Verdächtige nach Schießerei in Harburg
Harburg. Ende Oktober kam es im Phoenix-Viertel zu einer Schießerei, bei der zwei Männer verletzt wurden (besser-im-blick berichtete: Schießerei im Phoenix-Viertel: Zwei Verletzte). Gestern Nachmittag gelang es nun Spezialeinheiten der Polizei, zwei Tatverdächtige festzunehmen.
Den bisherigen Ermittlungen zufolge kam es in einem Hinterhof an der Wilstorfer Straße zu einem Streit und einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern. Während des Konflikts wurden mehrere Schüsse auf die beiden Opfer (28, 29) abgefeuert. Anwohner alarmierten die Polizei aufgrund der Schussgeräusche. Der jüngere Mann erlitt einen Schuss in den Unterleib, während sein Begleiter zunächst in einen nahegelegenen Kiosk floh. Dort wurde er von mehreren Personen der Tätergruppe körperlich angegriffen und erlitt eine Schussverletzung in ein Bein. Die Täter entkamen unerkannt.
Die Ermittlungen wurden von der Harburger Kriminalpolizei eingeleitet und später von der Mordkommission und der Abteilung für Kapitaldelikte der Staatsanwaltschaft Hamburg übernommen. Aufgrund gewonnener Erkenntnisse erwirkte die Staatsanwaltschaft Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse gegen zwei Verdächtige im Alter von 27 und 32 Jahren. Beide gelten als dringend tatverdächtig, wobei der ältere Verdächtige als Schütze identifiziert wird.
Spezialeinheiten der Polizei nahmen gestern die beiden Verdächtigen in Heimfeld fest. Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen wurden ihre Wohnungen sowie die Kneipe Stader Tor in Heimfeld und ein Objekt in Hannover durchsucht. Dabei stellten die Ermittler umfangreiche Beweismittel sicher, darunter eine scharfe Schusswaffe, einen hochwertigen PKW, Bargeld und Drogen.
Die Polizei und die Staatsanwaltschaft setzen die Ermittlungen fort, insbesondere hinsichtlich der Hintergründe der Tat.
