Geburtstagsfeier in Musikclub aufgelöst: Rassismusvorwürfe gegen Polizei
Harburg-Wilstorf. Eine Geburtstagsfeier von mehr als 100 Bulgaren in einem Musikclub an der Winsener Straße wurde in den frühen Morgenstunden des vergangenen Sonntags von einem massiven Polizeieinsatz aufgelöst. Mehr als 50 Polizisten waren erforderlich, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Bereits gegen Mitternacht hatten Anwohner die Polizei wegen Ruhestörung alarmiert, als laute Musik aus dem Club zu hören war. Doch bereits da zeigte sich der Veranstalter unkooperativ und reduzierte die Lautstärke nur kurzfristig.
Als die Polizei gegen 1:03 Uhr erneut eintraf, eskalierte die Situation weiter. Der Betreiber und die Gäste weigerten sich hartnäckig, das Lokal zu verlassen. Es wurde Verstärkung aus dem gesamten Stadtgebiet angefordert, einschließlich Bundespolizei, Kräften der Bereitschaftspolizei und der Alarmreserve sowie dem Einsatz von drei Diensthunden gelang es, die Feier aufzulösen.
Die Feiernden zeigten sich weiterhin aggressiv und nur widerwillig verließen sie den Club. Ein Gast wurde in Gewahrsam genommen.
Einige Gäste äußerten sich empört über das Vorgehen der Polizei und warfen rassistische Vorwürfe in den Raum, die auf Videoaufzeichnungen eines Interviews zu hören sind. "Die deutsche Polizei, bei einer Deutschen Party wäre das nicht passiert, hieß es da, ein zweiter schrie „Rassisten.
Eine Frau äußerte sich zudem verärgert über die Anwohner, die sich über die Feier beschwert hatten und äußerte sogar drastische Wünsche bezüglich ihrer Gesundheit. "Die Leute sollen sterben langsam". Womit sie wohl auf eine nahegelegene Altenresidenz anspielte. Die Leute, so die Frau, sollten doch Schlaftabletten nehmen.
Es war nicht das erste Mal, dass es zu einem Großeinsatz wegen Ruhestörung in dem Musikclub kam. Bereits zuvor mussten Beamte wegen ähnlicher Vorfälle eingreifen. Um 2:30 Uhr war der Einsatz beendet.
