Aktion „Harburg Strickt“: 100 Schals für Obdachlose
Harburg. Die Corona-Pandemie hat auch sie hart getroffen: Die Menschen, die für die Nacht kein Dach über dem Kopf haben. Weniger Menschen beim Einkaufen und auf den Straßen heißt für sie auch, dass beispielsweise das Sammeln von Pfandflaschen, das für viele im wahrsten Sinne überlebenswichtig ist, nicht mehr genug einbringt. Und in Zeiten einer solchen Krise wie der Coronazeit, eventuell auch noch mit Kurzarbeit, sinkt die Bereitschaft vieler, an diejenigen etwas zu spenden, die auf der Straße lieben. Und die härteste Zeit des Jahres steht für Obdachlose noch bevor: Der Winter.
Um hier einen Teil zur Verbesserung der Lage beizutragen, haben sich der Künstler Sly vom Habibi Atelier aus den Harburg Arcaden und das Sozialkontor zusammengetan, um die Harburger dazu aufzurufen, 100 Schals für Obdachlose zu stricken, die dann in ganz Hamburg verteilt werden. Mit der Aktion soll ein Zeichen gegen Ausgrenzung und soziale Kälte und für mehr Gemeinschaft und Rücksichtnahme gesetzt werden.
Am Verkaufsoffenen Sonntag sind schon 60 Schals gestrickt worden. Aber die Aktion geht weiter: Noch bis zum 22. Dezember können die Schals im Habibi Atelier in den Harburg Arcaden oder dem Sozialkontor Treffpunkt Hamburg Süd in der Schwarzenbergstraße 49 abgegeben werden. Im Habibi Atelier können sich strickwillige auch gespendete Wolle holen, um zu Hause zu stricken – was aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen auch durchaus angeraten wird. Im Treffpunkt Süd kann aber auch an jedem Donnerstag von 13 bis 15 Uhr und Einhaltung der Hygieneregeln gemeinsam gestrickt werden.