Verfolgungsjagd nach Sprengung eines Zigarettenautomaten
Wilstorf. Erst einen Zigarettenautomat gesprengt und dann in einer wilden Verfolgungsfahrt vor der Polizei geflüchtet – drei jungen Männern drohen nun mehrere Verfahren. Die drei im Alter von 17, 18 und 22 Jahren hatten am späten Samstagabend im Trelder Weg in Wilstorf einen Zigarettenautomaten gesprengt und die Geldkassette mitgenommen.
Die Polizei war durch mehrere Zeugen, die die Explosion gehört hatten, informiert worden. Zuerst hatte die Polizei keinen Fahndungserfolg. Da sich in diesem Fall aber der alte Spruch bewahrheitete, dass der Täter immer an den Ort seiner Tat zurückkehrt, konnten Zeugen im Verlauf der Nacht der Polizei melden, dass die drei wieder da waren.
Nun lagen der Polizei nicht nur konkrete Beschreibungen der Täter, sondern auch Informationen über ihr Fluchtfahrzeug, einen Ford Focus, vor. 20 Streifenwagen machten sich jetzt auf die Suche.
An der Landesgrenze zu Niedersachsen konnte die Besatzung eines Peterwagens die drei in ihrem Auto sichten und versuchte, den Ford anzuhalten. Zwar wurde der Fahrer auch zunächst langsamer, gab dann allerdings ordentlich Gas und flüchtete in Richtung Ehestorf.
Nur kurze Zeit später fanden die Beamten dort das Auto auf einem fremden Grundstück. Nicht weit entfernt gabelte die Polizei zwei 18 und 22 Jahre alte Männer auf, die der Täterbeschreibung entsprachen. Auch fand die Polizei bei ihnen Drogen und illegale Böller. Weitere Drogen und Knallkartuschen wurden in dem Auto gefunden, das zudem gestohlenen Nummernschilder hatte.
Der dritte Übeltäter, ein 17-jähriger, wurde dann im Umfeld des Eißendorfer Waldwegs gesichtet und in Nähe der Aral-Tankstelle an der Bremer Straße festgenommen. Auch er entsprach der Beschreibung.
Neben den Drogen und der Pyrotechnik fanden die Polizeibeamten im Laufe des Einsatzes auch die Geldkassette aus dem Zigarettenautomaten. In ihr befanden sich 50 Euro. Drogen, Geld, Pyrotechnik, Auto und Geldkassette wurden sichergestellt. Die drei jungen Männer wurden später mangels Haftgründen entlassen. Sie erwarten nun mehrere Verfahren.