RAF-Versteck im Wald entdeckt
Seevetal. Am Freitagnachmittag entdeckten Arbeiter bei Baumschnittarbeiten in einem Waldgebiet in der Nähe von Helmstorf ein Erddepot, das aktuell der Roten Armee Fraktion (RAF) zugerechnet wird.
Das Versteck bestand aus einem Kunststofffass, in dem die Polizei unter anderem Schriftstücke aus den 1980er Jahren und sowie Behältnisse mit unbekannten Flüssigkeiten fand. Waffen wurden nicht gefunden.
Das Gebiet wurde daraufhin weiträumig nach weiteren Depots abgesucht. Auch die Flüssigkeiten wurden vor Ort untersucht und als ungefährlich bewertet.
Nach den ersten Bewertungen der gefundenen Schriftstücke lässt sich ein Bezug zur RAF nicht ausschließen. Die Terrorgruppe war vor allem in den 1970er und 80er Jahren für Anschläge in ganz Deutschland verantwortlich. Sie löste sich mit einem Schreiben vom 20. April 1998 nach 28 Jahren auf. Das Erddepot, diesen Schluss lassen die gefundenen Gegenstände zu, wurde schon vor Jahrzehnten angelegt.
Die Fundstücke werden weiter untersucht. Aufgrund des Alters wird aber im Moment davon ausgegangen, dass sie keine Hinweise auf den Verbleib der immer noch gesuchten Ex-RAF-Mitglieder Ernst Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette bringen.