Vortrag und Mahlvorführung im Mühlenmuseum Moisburg
Moisburg. Getreide ökologisch anbauen und mahlen – wie geht das heute? Im Mühlenmuseum Moisburg erklärt Landwirt Matthias Keßler Interessierten am Sonntag, 11. Juli, ab 15 Uhr, wie er Getreide biozertifiziert und wirtschaftlich erzeugt. In der Zeit von 14 bis 17 Uhr führt ein Müller den Besuchern die alte Wassermühlen-Technik an der Este vor und mahlt Getreide. Das Mühlencafé bietet Kaffee, Eis und Kuchen. Bis Oktober ist das Mühlenmuseum jeden Sonntag und feiertags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 3 Euro, unter 18 Jahren ist er frei.
Bei dem Vortrag „Ökologischer Getreideanbau“ erfahren Zuhörer aus erster Hand, mit welchen Erfolgsfaktoren und Herausforderungen ein landwirtschaftlicher Biobetrieb heute arbeitet. Matthias Keßler berichtet aus praktischer Erfahrung und beantwortet Fragen. Auf seinen Ackerflächen im Biohof Quellen baut er Brotgetreide an, aber auch Futterpflanzen für die Tiere wie Erbsen, Gerste und Klee. Der Landwirt betreibt seit 2008 den ökologisch wirtschaftenden Betrieb, in dem er einen geschlossenen Kreislauf anstrebt.
Vor den Augen der Besucher setzt der Müller das alte Mühlenrad in Gang und mahlt Roggenkorn zu Schrot. Dabei erklärt er die historische Technik – die Moisburger Mühle ist die letzte noch funktionierende Wassermühle in der Region. Das Fachwerkhaus ist etwa 300 Jahre alt; erwähnt wurde eine Mühle an diesem Ort bereits im 14. Jahrhundert. Heute zeigt das Mühlenmuseum, wie ein Müller noch in den 1930er-Jahren in der Mühle gelebt und gearbeitet hat. In den vergangenen 100 Jahren haben die neuen Energien Dampf, Diesel und Strom die Wind- und Wassermühlen weitestgehend verdrängt.