Heimfelder Holz ist jetzt Naturschutzgebiet
Heimfeld. Rund 95 Hektar ist es groß und 88 Hektar stehen nun unter Naturschutz: das Heimfelder Holz. „Das Heimfelder Holz ist aus naturschutzfachlicher Sicht eine spannende und wertvolle Fläche“, begründete Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) den Schritt. Hier gebe es einen alten Mischwald-Baumbestand, der Lebensraum für Fledermaus-, Vogel- und Käferarten sei, die vom Ausstreben bedroht seien, und außerdem für seltene Pflanzen. „Deswegen haben wir das Gehölz vor Rodungen bewahrt und jetzt endgültig geschützt.“
Dadurch sind auf der sichergestellten Fläche waldbauliche Maßnahmen verboten. Das wird besonders Heinrich Schabert von der ImmoForst OHG ärgern. Der hatte vor einigen Jahren die im Heimfelder Holz gelegene Kuhtrift vom Bund gekauft – mit der Genehmigung, ihn forstwirtschaftlich zu nutzen, also Bäume zu fällen. Eigentlich wollte er dort aber einen Kletterpark als Attraktion in Harburg errichten – anstatt Bäume zu fällen.
Das hat ihm die Umweltbehörde untersagt. Da Schabert mit seiner OHG nun aber einmal den Forst gekauft hat, nutzt er ihn auch – nur anders als mit einem Kletterpark (und damit einhergehend nur wenigen Fällungen) sondern so, wie es vorgesehen war - eben forstwirtschaftlich. Und kündete an, 600 Bäume zu fällen.
Nun ist mit allem Schluss im Heimfelder Holz. Auch für die Mountainbiker, die dort ihre Strecken haben, ist die Zeit abseits der dafür markierten Wege vorbei und bei Nichtbeachtung dürfte es teuer werden. Einzig die als Mountainbikestrecke genutzte Fläche mit den Schießbahnen nördlich der Heimfelder Straße darf dafür genutzt werden.
Auch die Hundewiese liegt im Naturschutzgebiet. Ihre Nutzung "ist in der Verordnung freigestellt", wie die Umweltschutzbehörde mitteilte.