Bundestagswahl: Grüne setzen im Wahlkreis auf Manuel Sarrazin
Harburg/Bergedorf/Wilhelmsburg. Er ist voraussichtlich der erfolgversprechendste Herausforderer des SPD-Wahlkreisabgeordneten im Deutschen Bundestag Metin Hakverdi im Wahlkreis 23 Bergedorf-Harburg-Wilhelmsburg: Manuel Sarrazin von Bündnis 90/Die Grünen. Die Mitglieder wählten Sarrazin mit 91,4 Prozent ohne Gegenkandidaten per Briefwahl zu ihrem Direktkandidaten.
Sarrazin sitzt seit 2008 für die Grünen im Bundestag – allerdings zog er bisher immer über die Landesliste ein. Am 26. September dürfte es spannend werden. Zwar galt bisher, dass die SPD in diesem zusammengelegten Wahlkreis, in dem Herbert Wehner und Hans-Ulrich Klose (Harburg) sowie Helmut Schimdt (Bergedorf) kandidiert haben, auch einen Besenstiel aufstellen könne. Zumindest solange, wie er das Parteibuch besäße. Dies kann sich aber ändern.
Einstige Hochburg der SPD durch Grüne in Gefahr
Denn die einstige Hochburg der Sozialdemokraten wankt. Die Wahlergebnisse der Grünen sowohl in Harburg als auch in Bergedorf lagen bei den vergangenen Bezirkswahlen 2019 eng beieinander und bei der Europawahl lagen die Grünen sogar vor der SPD. Weiterhin surfen die Grünen aktuell auf einer Welle der Zustimmung, auch wenn die neusten Umfragen den Trend als leicht umgekehrt ausweisen.
Schadet Die Causa Rieckhof dem SPD-Kandidaten?
Und zu guter Letzt brodelt es in Harburg aufgrund des Rieckhofs gerade in der Bevölkerung. Dort zeigen sich SPD und Grüne als Hardliner, was die Neuausschreibung der Trägerschaft des erfolgreichen Kulturzentrums angeht.
Allerdings drehen die Grünen dabei gerade unschuldig Däumchen und halten sich im Hintergrund, obwohl sie wohl maßgeblich mit hinter dem Verfahren stecken. Während die Sozialdemokraten die Schläge kassieren und sich dafür auch hergeben. Auch das dürfte Metin Hakverdi nicht dabei helfen, sein Mandat im September zu verteidigen.