Handball-Luchse bezwingen die Flames in einem Herzschlag-Finale
Buchholz. Die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten sorgten am 12. Spieltag der 1. Frauen-Handball-Bundesliga für eine Überraschung, denn der Tabellenletzte bezwang das klar favorisierte Team der HSG Bensheim/Auerbach in einer packenden Auseinandersetzung knapp, aber nicht unverdient, mit 26:25. Durch diesen Erfolg in der heimischen NordHeideHalle gaben die Luchse die rote Laterne ab und belegen mit 4:20 Punkten den Relegationsplatz. Die Flames rutschen durch die Niederlage mit 9:11 Zählern auf den achten Rang zurück. Bei den Norddeutschen erwies sich Sarah Lamp mit sechs Toren als besonders treffsicher und bei den Gästen zeichnete sich Myrthe Schoenaker ebenfalls mit sechs Treffern aus.
Nach 18 gespielten Minuten rieben sich die 130 zugelassenen Zuschauer im Luchsbau verwundert die Augen, denn die Heimmannschaft führte mit 10:3, da die Gäste überhaupt nicht ins Spiel kamen, sich zahlreiche technische Fehler leisteten oder selbst bei klaren Möglichkeiten an der blendend aufgelegten Torhüterin Mareike Vogel scheiterten.
Eine Fünf-Tore-Führung durch Sarah Lamp und Marleen Kadenbach hatte zum Ende der ersten Halbzeit allerdings keinen Bestand, denn die starke Myrthe Schoemaker im Rückraum verkürzte auf 16:12. Dennoch waren die begeisterten Luchse-Fans mit dem Auftreten ihrer Mannschaft in der ersten Halbzeit zufrieden, allerdings hatten die ersten 30 Minuten sehr viel Kraft gekostet und man konnte gespannt sein, ob der klar favorisierte Gegner aus Südhessen die Partie noch drehen würde.
Den Luchsen merkte man in der zweiten Hälfte des Spiels deutlich den Substanzverlust an, aber sie machten sich das Leben selbst schwer als sie über Konter versuchten, das Spiel zu entscheiden, anstatt mit kühlem Kopf den Vorsprung zu verteidigen. In der 47. Minute gelang den Flames durch Ines Ivancok der 21:21- Ausgleich und man musste befürchten, dass der Außenseiter wie so häufig am Ende das Nachsehen haben würde. Aber die Luchse stemmten sich vehement gegen die drohende Niederlage.
In der Folgezeit konnten die Gäste immer wieder verkürzen, aber der pure Wille und die überragende Torhüterin Mareike Vogel ermöglichten der Heimmannschaft eine 26:24-Führung. Der mögliche Sieg war aber noch nicht in trockenen Tüchern, denn Sarah van Gulik netzte zum 26:25 ein. Die letzten vier Minuten waren nichts für schwache Nerven, denn die starken Abwehrreihen beider Mannschaften ließen keine Treffer mehr zu.
„Ich bin überglücklich, dass sich die Mädels am Schluss doch noch dank einer überragenden Mareike Vogel belohnt haben. Mit ihren tollen Paraden in wichtigen Phasen hat sie uns im Spiel gehalten“, analysierte ein sichtlich zufriedener Dubravko Prelcec, Trainer der Luchse, nach dem Abpfiff