Schwache Handball-Luchse unterliegen in Leverkusen deutlich
Leverkusen/Buchholz-Rosengarten. Zum Abschluss der Hinserie in der 1. Handball-Bundesliga der Frauen unterlagen die HL Buchholz 08-Rosengarten in der Ostermann-Arena Leverkusen dem TSV Bayer 04 Leverkusen vor 200 Zuschauern hoch mit 33:22. In der einseitigen Partie um den Klassenerhalt zeigten sich die Elfen ihrem Kontrahenten in allen Belangen klar überlegen und feierten den ersten doppelten Punktgewinn zu Hause unter ihrem neuen Trainer Johan Petersson.
Durch diesen Erfolg belegt der TSV mit 8:16 Punkten den 10. Platz der aktuellen Tabelle, während die Luchse mit 4:22 Zählern auf dem Relegationsplatz verbleiben. Svenja Huber mit elf Treffern war die überragende Spielerin bei Leverkusen, ihr am nächsten kam Naina Klein mit acht Toren, bei den Gästen zeichneten sich Kim Berndt und Marleen Kadenbach mit sechs erfolgreichen Abschlüssen aus.
Nach dem überraschenden Heimsieg der HL Buchholz 08-Rosengarten gegen das klar favorisierte Team von Bensheim/Auerbach sahen sich die Verantwortlichen der Luchse im Vorfeld der Begegnung nicht ganz chancenlos. Allerdings entpuppte sich diese Hoffnung bereits nach 17 gespielten Minuten als realitätsfern. Zu diesem Zeitpunkt führte die Heimmannschaft bereits mit 12:6, da die Gäste sich unglaublich viele Ballverluste leisteten, dadurch etliche Konter einfingen und kaum ein Mittel fanden gegen die offensive Abwehr zu eigenen Treffern zu kommen.
Im weiteren Verlauf der Partie wurde die Überlegenheit des TSV immer größer, weil die löchrige Deckung der Luchse dem Angriffswirbel der Elfen nichts entgegenzusetzen vermochten. Einzig Mareike Vogel im Tor der Norddeutschen verhinderte ein noch größeres Debakel, obwohl auch sie die deprimierende 19:9-Pausenführung nicht verhindern konnte.
Im zweiten Abschnitt der Partie waren die Ziele der Gäste klar gesteckt, nämlich ein vollkommenes Debakel, zu verhindern. Dieses Unterfangen wurde wenigstens teilweise umgesetzt, obwohl es den Luchsen zu keinem Zeitpunkt gelang, ihr Potential abzurufen. Zwar agierte die auf 5-1 umgestellte Deckung jetzt entschlossener, dennoch fanden die Spielerinnen des TSV immer wieder Lösungen und trafen von allen Positionen. Johan Petersson wechselte viel und gab jungen Akteurinnen Spielanteile, aber die Luchse vermochten es nicht zu nutzen die Differenz auf unter zehn Tore zu drücken.
So wurde die Reise an den Niederrhein ein gebrauchter Tag für die Luchse und ihre mitgereisten Fans. „Wir wussten, wie offensiv und engagiert Leverkusen in der Deckung spielen würde, aber in der ersten Halbzeit haben wir kaum Lösungen gefunden und dann das Spiel total aus der Hand gegeben, als die Mädels klare Torchancen vergeben haben. Danach folgten unerklärliche Ballverluste und ein äußerst schwaches Deckungsverhalten. In der zweiten Halbzeit wollten wir nicht kampflos untergehen, was wenigstens teilweise gelungen ist, aber auch da haben wir unsere Chancen nicht genutzt, als mein Kollege Johan Petersson viel gewechselt hat. Loben möchte ich Antonia Pieszkalla, die nie aufgeben hat und sich mit vier Toren belohnte. Ich hoffe, dass wir das Spiel schnell aus unseren Köpfen bekommen und im DHB-Pokal in Oldenburg ein anderes Gesicht zeigen“, analysiert ein sichtlich enttäuschter Dubravko Prelcec, Trainer der Luchse.
Sven Dubau, Geschäftsführer der HL Buchholz 08-Rosengarten, ist sehr unzufrieden mit der Leistung der Mannschaft: „Es war klar zu erkennen, dass Leverkusen nach der Übernahme durch Johan Petersson viel schneller und beweglicher agiert, so dass selbst bei einer guten Form kaum ein Sieg in Reichweite gewesen wäre, aber so hilflos und undiszipliniert darf unsere Mannschaft nicht auftreten. Leider werden wir auch in Zukunft nur auf Punkte hoffen können, wenn bei uns alles klappt und der Gegner einen schwächeren Tag erwischt.“