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Glückloses Ende für die Hamburg Towers gegen Ulm

| Niels Kreller | Sport

Wilhelmsburg. Die Hamburg Towers haben sich im Schlussabschnitt nach zweistelligem Rückstand zurückgekämpft, unterlagen ratiopharm ulm aber mit 90:91 (25:25, 50:49, 63:73), weil der letzte Wurf das Ziel verfehlte. Die Stunden vor dem Spiel brachten keine spürbare Erleichterung der derzeit angespannten Personalsituation bei den Hamburg Towers. Stattdessen war auch Justus Hollatz nach einem Schlag auf das Knie im Abschlusstraining zum Zuschauen gezwungen – Jordan Walker und Hendrik Drescher komplettierten das 10-Mann-Aufgebot.

Die Gäste aus Ulm mussten auf ihren Kapitän Per Günther und Karim Jallow verzichten und versuchten von Beginn an, ihre Vorteile in Korbnähe auszuspielen. Auf Wilhelmsburger Seite brachten gleich fünf Distanztreffer im ersten Viertel Selbstvertrauen und sorgten für Lücken in der Ulmer Defensive, die Maik Kotsar konsequent ausnutzte. Einen Vorteil konnte sich zunächst kein Team herausspielen – der Spielstand war nach zehn Minuten ausgeglichen.

Auch die ersten Angriffe im zweiten Abschnitt änderten nichts am gewohnten Bild: Die Gastgeber mit guten Quoten aus der Distanz, Ulm mit viel Zonenpräsenz. Nach zwölf gespielten Minuten traf Fedor Zugic dann das erste Mal für die Gäste von jenseits der 6,75-Meter-Linie, Maik Kotsar – auch im fünften Abschluss unter dem Korb fehlerlos – sorgte für ein kleines Polster. Als Robin Christen, mit seinem zweiten von insgesamt vier Dreiern im zweiten Viertel, den Vorsprung auf sechs Zähler erhöhte, sah sich der wieder genesene Jaka Lakovic zu einer Auszeit gezwungen.

Doch auch nach der Unterbrechung hielt das Hamburger Momentum - ganz zur Freude der 681 Fans in der Wilhelmsburger edel-optics.de Arena. Der Vorsprung wuchs bis auf neun Zähler, ehe die prekäre Foulsituation für Sorgenfalten sorgte. Gleich fünf Akteure kassierten bis zur Halbzeit zwei Fouls, nach einem Unsportlichen von Caleb Homesley – der bis zu Pause bereits 11 Assists verteilte – verkürzte Ulm mit einem 8:0-Lauf bis zur Pause auf einen Zähler.

Nach der Halbzeit wechselte die Führung über vier Minuten mit jedem Angriff, das Spielgeschehen ähnelte einem Abnutzungskampf im Schwergewichtsboxen. Erst als die Wilhelmsburger über viereinhalb Minuten punktlos blieben und Ulm drei Dreier in Serie verwandelte, wechselte das Momentum auf die Seite der Gäste. Die Hypothek der Towers wuchs zwischenzeitlich sogar bis auf 12 Punkte. So konnte auch der fünfte Distanztreffer von Robin Christen nicht verhindern, dass es mit einem zweistelligen Rückstand in den Schlussabschnitt ging.

Zwei schnelle erfolgreiche Abschlüsse von Maik Kotsar und Jaylon Brown ebneten den Weg für eine Aufholjagd – und brachten zudem auch die Fans wieder lautstark ins Spiel. Nach einem gelungenen Einwurfspielzug verkürzte Robin Christen auf drei Zähler. Doch nicht nur offensiv lief es wieder für die Towers. Zwei starke Verteidigungssequenzen, inklusive forcierte 24-Sekunden-Überschreitung, ermöglichten den Führungswechsel durch Maik Kotsar – in fünf Minuten ließen die Gastgeber nur drei Punkte zu. Und auch in der nächsten Minute war die Defensive der Hamburger Rückhalt. Auf vier vergebene Ulmer Chancen traf Caleb Homesley nervenstark zur 3-Punkte-Führung.

Mit einem weiteren Triple läutete Jaylon Brown die Crunchtime ein. Erneut Homesley und Herkenhoff bei den Ulmern tauschten weitere Distanztreffer aus. Bei vier Punkten in Front verpasste Robin Christen 81 Sekunden vor Schluss einen Korbleger, mit einem And One gelang Ulm der Anschluss. Weil Caleb Homesley aber die Nerven behielt, blieb es bei der knappen Führung. Zehn Sekunden vor dem Ende ließ Blossomgame dann die Führung erneut wechseln. Die Towers hatten den Ausgang in den eigenen Händen – nach einer Auszeit landete der Ball in den Händen von Caleb Homesley, doch der Dreier mit Ablauf der Uhr verfehlte das Ziel.

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