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Platz vier für die Buxtehuder Handball-Frauen

| Niels Kreller | Sport

Buxtehude. Buxtehuder SV gegen Thüringer HC - eine Paarung, die es in dieser Woche bereits einmal gab. Am Sonntag, 29. Mai, beim Spiel um Platz drei im DHB-Pokal, war die Bundesliga-Partie vom Dienstagabend allerdings in weiter Ferne. Zur Erinnerung: Die Mannschaft aus Buxtehude hatte sich mit einem 35:32-Sieg den dritten Platz und damit ein Ticket für die Europa-League gesichert. Weniger einfach sollte es in diesem Spiel werden.

Nachdem das Team von Trainer Dirk Leun am Vortag gegen den VfL Oldenburg mit der knappen Niederlage (28:26) den Einzug ins Finale verpasste, stand am Sonntag

das Spiel um Platz drei an. Doch auch diesen intensiven Kampf verlor der BSV mit 27:30 (12:17). Damit stehen die Spielerinnen des Buxtehuder SV am Ende auf dem vierten Platz.

Zum Spielverlauf: Die Buxtehuderinnen erwischten im Gegensatz zum Halbfinale den deutlich besseren Start. Diesmal ging der erste Treffer, verwandelt von Maxi Mühlner, an den Buxtehuder SV. Es folgten zwei weitere und drei starke Paraden von Lea Rühter. THC-Trainer Herbert Müller machte Gebrauch von seiner ersten Auszeit nach nur knapp sechs Minuten. Isabelle Dölle traf beim Siebenmeter, während der THC erst in der 9. Minute sein erstes Tor machte.

Von da an schien der Knoten beim THC geplatzt zu sein: Innerhalb einer Minute traf der THC vier Mal, schaffte den Anschlusstreffer und schaffte beim Siebenmeter, verwandelt von Asli Iskit, den Ausgleich. Fast fünf Minuten fiel kein Tor, bis Meret Ossenkopp die Durststrecke beendete. In der 19. Minute übernahm der THC durch Annika Meyer das erste Mal die Führung (6:7). Nachdem die Führung des THC auf drei Tore ausgebaut war, nahm Dirk Leun die zweite Auszeit. Diese schien jedoch lnicht zu fruchten, denn nach 25. Minuten stand es dann bereits 8:15. Kurz vor der Pause kann das Team aus Buxtehude Sieben-Tore-Führung auf 5 verkürzen. Vor dem Seitenwechsel stand es also 12:17.

Auch nach der Halbzeitpause wollte es für den BSV einfach nicht klappen. Trotzdem kann das Team den Abstand von fünf Toren halten. Eine Riesenanteil daran hatte die bärenstarke Katharina Filter, die gleich mehrere Siebenmeter hielt. Doch im Angriff wollte es nicht so richtig klappen. Der BSV rannte einem Vorsprung von fünf Toren hinterher und wollte den Anschluss nicht so richtig schaffen. Dazu kamen zahlreiche technische Fehler und Zeitstrafen: In der 43. Minute standen außer Katharina Filter nur noch drei Feldspielerinnen auf der Platte.

Doch die Torhüterin ließ sich nicht beirren und hielt einen weiteren Siebenmeter und glänzte mit einer Doppelparade in Minute 44. Wie auch im Halbfinale gegen Oldenburg eröffnete Buxtehude in den letzten fünf Minuten noch einmal den Kampf und verkürzte auf vier Tore. Annika Lott schaffte sogar den Drei-Tore-Anschluss-Treffer. Die 130 mitgereisten Buxtehuder Fans erlebten ein kleines Déjà-vu, denn wie im Halbfinale am Vortrag reichte es auch hier am Ende nicht für Platz drei.

Buxtehuder Trainer Dirk Leun war am Ende vor allem erleichtert: „Ich bin nicht ganz unzufrieden mit meiner Mannschaft. So ein Final4 ist eben etwas ganz anderes und keine von ihnen, außer Lea Rühter, hat bisher so ein Event erlebt. Wir nehmen das hier jetzt als Erfahrung mit.“ Er lobte sein Team: „Ich bin sehr stolz, dass mein Team bis zur allerletzten Sekunde gekämpft hat. Kämpferisch waren das 100 Prozent.“

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