Handball: Punkteteilung mit dem Schlusspfiff
Fischbek. Die Hamburg-Liga Handballer des TV Fischbek (TVF) schafften es am vergangenen Samstag nach einer 20:14-Führung in der ersten Halbzeit nicht, gegen den SC Alstertal-Langenhorn (SCALA) beide Punkte in der Arena Süderelbe zu behalten. Am Ende des Spiels schafften die Gäste durch einen Siebenmeter in letzter Sekunde noch den Ausgleich zum 32:32.
Keiner der beiden Kontrahenten konnte zunächst ein Signal setzen. Die Teams waren auf Augenhöhe, wobei der TVF fast immer vorlegte. Nur einmal gelang es SCALA, durch Marius Boock in Führung zu gehen (4:5). Nach 17 Minuten hatten die Fischbeker dann jedoch mehr Erfolg beim Abschluss als die Langenhorner und setzten sich mit einem abschließenden Siebenmeter zum Halbzeitpfiff durch Aleksej Kiselev mit 20:14 ab. „Den Unterschied machte in der ersten Halbzeit einzig und allein Sven Tobuschat im Tor aus“, fasst Fischbeks Trainer Matthias Steinkamp die erste Halbzeit zusammen.
In der Pause empfing Teammanager Jens Kabuse von den Celtic Cowboys offiziell die Single-Auskopplung des Liedes „1, 2, 3“. Dieses Lied hatten die Cowboys letzte Saison eigens für die Fischbeker Handballer geschrieben und komponiert. Kabuse, der noch auf der Suche nach einem Hallensprecher ist, bedankte sich noch einmal für das Lied und konnte bereits am Ende der Pause bekanntgeben, dass alle Singles ausverkauft gewesen sind.
Nachdem das Spiel wieder begonnen hatte, erhöhten Dustin Misiak und Marek Struß noch auf 22:14. Dann verließ die Fischbeker jedoch immer mehr die Kraft. „Die Mannschaft war motiviert, aber etwas kaputt und blutleer von der langen und intensiven Vorbereitung“, so Steinkamp. „Da wirkte Alstertal etwas frischer“. Stück für Stück holten die Gäste auf und erzielten auch so manchen Erfolg durch den siebten Feldspieler im Angriff. Vor allem über rechts Außen konnte SCALA so manches Tor erzielen.
Der Vorsprung des TVF sank immer mehr und 40 Sekunden vor Schluss nahmen Martin Hug und Steinkamp eine Auszeit beim Stand von nur noch 32:31. Die Anweisungen reichten jedoch nicht, dass Fischbek den Ball halten und noch ein Tor erzielen konnte. Im Gegenteil: Die Gäste eroberten sich das Leder und bekamen quasi mit dem Schlusspfiff noch einen Siebenmeter zugesprochen. Christian Hachenberg versenkte den Ball im Fischbeker Tor und sicherte seiner Mannschaft damit noch einen Punkt.
„Wir haben noch viel Arbeit vor uns und werden die zwei Wochen Spielpause nutzen, um unser neues Spielsystem über einen längeren Zeiraum umsetzen zu können“. Nach dem spielfreien Wochenende geht es für den TVF nach Bergedorf. Am Sonntag (8. Oktober) ist um 16:30 Uhr Anpfiff bei der SG Bergedorf V/M in der Halle Ladenbeker Furtweg 2. Dort fahren die Fischbeker als Tabellenvierter hin.
Tore für den TVF: Aleksej Kiselev (7/4), Vito Clemens (6), Timo Ott (4), Tim Latendorf, Peter Misiak, Marek Struß (je 3), Jan-Malte Augustin, Marcel Kahns (je 2), Jan Niclas Kessler und Dustin Misiak (je 1).