Fischbeks Oberliga-Handballer vergeben abermals Punkte
Neugraben-Fischbek. Nachdem es über eine weite Strecke gut aussah, behielten die Oberliga-Handballer des TV Fischbek (TVF) doch keine Punkte in der Arena Süderelbe. Sie verloren mit 28:30 gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg. 400 Zuschauer hatten sich das Spiel angesehen und erlebten eine spannende Partie, in dem die HSG zunächst immer vorlegte. Aber die Mannschaft von Fischbeks Trainer Marius Kabuse, der sich aufgrund des stark dezimierten Kaders selbst wieder das Spielertrikot anzog, fand immer die passende Antwort. Vor allem durch Aleksej Kiselev, der glänzende Treffer erzielen konnte.
Die Abwehr des TVF war gut positioniert und ein wieder einmal glänzend aufgelegter Azeez Oyewusi hielt (fast) alles, was auf sein Tor zukam. Einen Rückschlag mussten die Gastgeber aber hinnehmen, als Kiselev in der 23. Minute nach einem Foul beim Stand von 10:9 die direkte Rote Karte bekam. Bis zu dem Zeitpunkt war er mit fünf Toren der Haupttorschütze. „Das hat uns natürlich insbesondere bei der Personaldecke vom Wochenende nochmal nach hinten geworfen“, bedauert Kabuse. Das machte sich dann auch im Spielverlauf bemerkbar, denn die HSG drehte das Spiel wieder zu ihren Gunsten.
Dennoch gingen beide Teams bei einem knappen Stand von 13:14 in die Halbzeitpause. Nach dem Wiederanpfiff hatte die HSG die Fischbeker besser unter Kontrolle, konnten aber keinen wirklich Vorteil daraus erzielen. Kabuse: „Wir waren ausrechenbarer, haben aber trotzdem nie den Anschluss verpasst und weiter gekämpft. Das war stark und zeigt einen tollen Kampfgeist, den ich in den vergangenen Wochen so gern öfter gesehen hätte“. In den letzten Minuten fehlte den Fischbekern das nötige Quäntchen Glück. „Das hat man im Tabellenkeller eben nicht“, sagte Kabuse. So vergab Vito Clemens zum Beispiel gut drei Minuten vor Spielende einen Siebenmeter, der den Anschlusstreffer bedeutet hätte.
So aber blieb es beim 26:28. Dafür erzielte Felix Stiller für die HSG den Treffer zum 26:29. Die Gäste ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. „Ich kann den Jungs keinen großen Vorwurf machen“, fasste Kabuse das Spiel zusammen. „Wir haben seit langem endlich mal wieder die Vorgaben gegen Schülp gut und konzentriert umgesetzt“. Der TVF bleibt weiter Tabellenletzter, hat aber gegen die HSG, die mit sieben Siegen auf Platz 6 der Tabelle ist, gezeigt, dass sie durchaus mithalten können.
Tore für den TVF: Vito Clemens (8/1), Jan Niclas Kessler, Aleksej Kiselev (je 5), Soeren Siemens (4), Marius Kabuse (2), Cuan Karaca, Dustin Misiak, Peter Misiak und Robert Mitleider (je 1).