Weiterbildung fürs Ehrenamt - Ausbildungsreihe startet
Tostedt. Ehrenamtliches Engagement bereichert das Zusammenleben, hält die Gesellschaft zusammen – und macht Spaß. Gut 31 Millionen Menschen engagieren sich deutschlandweit. Mit ihrer Energie, ihren Ideen und ihren Erfahrungen sind die Ehrenamtlichen in der Jugendarbeit oder im Sport, in der Kultur oder im sozialen Bereich nicht wegzudenken. Doch wer sich engagiert, soll auch gut ausgebildet sein. Unter dem Motto „Gemeinsam lernen – mehr bewegen“ unterstützt der Landkreis Harburg das ehrenamtliches Engagement mit vielfältigen Weiterbildungsangeboten. Die Ausbildungsreihe startet am Sonnabend, 12. September, zur bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements.
„Ehrenamtliche brauchen häufig so manche Kenntnisse und Fähigkeiten, die mit ihrem eigentlichen Thema wenig zu tun haben“, weiß Dagny Eggert-Vogt, Ehrenamtsbeauftragte des Landkreises Harburg. „Das bieten wir gemeinsam mit der Kreisvolkshochschule mit den Fortbildungen. Als kleines Dankeschön für alle Aktiven, die mit ihrem Engagement unsere Gemeinden lebens- und liebenswert machen, sind die Seminare kostenfrei.“ „Engagiert und authentisch bleiben! Im Kontakt mit dem inneren Team“ heißt es zum Auftakt am Sonnabend, 12. September. Wer in einer emotionalen Situation einen kühlen Kopf bewahren und authentisch kommunizieren möchte, sollte einen Blick nach innen werfen. Wie man im inneren Einklang nach außen klar auftritt, erläutern Dagmar Hillingshäuser und Gabriele Krüger von 10 bis 17 Uhr im Haus der Begegnung in Tostedt.
Ohne Moos nichts los – das gilt auch im Ehrenamt. Über Buchhaltung und Gemeinnützigkeit für Vereine informiert der Ökonom Jörg Beismann am 19. September ab 10 Uhr im Courage-Haus am See in Neu Wulmstorf. Es geht um die Zusammenhänge von Satzung, Buchhaltung und Gemeinnützigkeit, ohne die es keine steuerlichen Vergünstigungen, keine pauschalen Aufwandentschädigungen, keine Spendenempfangsberechtigung und keine öffentliche Zuschüsse für Vereine gibt.
Eine Fortbildung zum Engagement-Lotsen findet an den zwei Wochenenden 25. bis 27. September und 20. bis 22. November im KVHS-Haus in Maschen, Schulkamp 11a, statt.
„Mein Verein als Veranstalter? Aber sicher!“ heißt es am 26. Oktober ab 9.45 Uhr im KVHS-Haus, Wallstraße 1 in Winsen. Andreas Grunhofer, Sachverständiger für Brandschutz, informiert über Regelwerke und Sicherheitskonzepte für Feiern, Lesungen, Konzerte und Sommerfeste und gibt Hinweise, wie sich Gefährdungspotenziale rechtzeitig erkennen lassen. Denn wer eine Veranstaltung plant, kann schnell organisatorische Fehler begehen, die rechtswirksame Folgen haben können.
Ein Zeichen setzen für Mut zur Zivilcourage sowie gegen Stammtischparolen und rechte Hetze will ein Seminar am 16. November ab 17.30 Uhr in Hanstedt im Küsterhaus, Am Steinberg 2. Ruben Obenhaus von der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Niedersachsen entschlüsselt menschenfeindliche und rechtspopulistische Argumentationsstrategien, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickeln Gegenstrategien zu antisemitischen, rassistischen und menschenfeindlichen Ressentiments.
Bei allem Engagement ist es auch wichtig, die eigenen Grenzen zu erkennen. Darum geht es in dem Seminar „Stabil durch die Krise – Kraftquellen kennen, um aktiv zu bleiben“. Resilienztrainerin Gabriele Krüger beleuchtet am 14. Januar und drei weiteren Terminen in Buchholz (Kabenhof, Lindenstraße 10) Wege, um belastende Situationen selbstbewusst anzunehmen und gestärkt daraus hervorzugehen.
Informationen zu allen Angeboten gibt es bei Ehrenamtsbeauftragter Dagny Eggert-Vogt, Telefon 0 41 71 693 766, E-Mail: