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Trauer auch in Harburg: Kunstsammler Prof. Dr. Harald Falckenberg gestorben

| Redaktion | Feuilleton
Der am Montag überraschend gestorbene Harald Falckenberg hat als leidenschaftlicher Anwalt für die zeitgenössische Kunst die Welt ein gutes Stück besser gemacht. | Foto: Julia Steinigeweg / Deichtorhallen Hamburg
Der am Montag überraschend gestorbene Harald Falckenberg hat als leidenschaftlicher Anwalt für die zeitgenössische Kunst die Welt ein gutes Stück besser gemacht. | Foto: Julia Steinigeweg / Deichtorhallen Hamburg
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Harburg. Nicht nur viele Hamburger, auch zahlreiche Harburger trauern um den vor allem als Kunstsammler bekannten Hanseaten: Kurz nach seinem 80. Geburtstag ist der international renommierte Sammler, Kurator, Förderer, Autor und Verleger Prof. Dr. Harald Falckenberg am vergangenen Montag in seiner Heimatstadt gestorben. Der am 5. Oktober 1943 mitten im Zweiten Weltkrieg in Hamburg geborene spätere Jurist und Unternehmer begann zwar erst Mitte der 1990er-Jahre, als er 50 Jahre alt war, mit dem Aufbau einer umfassenden Sammlung zeitgenössischer Kunst, die heute aber längst zu den weltweit bedeutendsten Privatsammlungen in diesem Bereich zählt.

Seit 1996 wird diese im Rahmen von Wechselausstellungen öffentlich gezeigt, seit 2001 in dem von Harald Falckenberg gegründeten Ausstellungshaus auf dem Harburger Phoenix-Gelände. Seit 2011 wird dies in erfolgreicher Kooperation mit den Deichtorhallen Hamburg betrieben. Der Senat hatte Harald Falckenberg Anfang Oktober noch mit einem Senatsfrühstück im Gästehaus geehrt.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, wurde vom Tod Falckenbergs ebenso überrascht wie viele, die den jetzt überraschend gestorbenen Kunstsammler begleitet hatten: „Ich denke in großer Dankbarkeit an Harald Falckenberg, der sich wie kaum ein zweiter für die zeitgenössische Kunst eingesetzt hat. Vor einem Monat haben wir noch gemeinsam seinen 80. Geburtstag gefeiert und uns über die wunderbare Cindy-Sherman-Ausstellung in seiner Sammlung gefreut. Harald Falckenbergs Tod reißt eine Lücke, deren Ausmaß wir derzeit kaum erahnen können. Er war eine wirkliche Ausnahmeerscheinung und ein großartiger Mensch. Auch wenn sein Wirken weiter strahlt – die Kunstwelt wird ohne ihn eine andere sein."

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Senator Brosda weiter: "Mit großer Leidenschaft hat Professor Harald Falckenberg eine der bedeutendsten Sammlungen der Gegenwartskunst aufgebaut, die Hamburger Kunstszene geprägt und mit Freude und Witz auch andere für die Kunst begeistert. Es ist beeindruckend, was dieses Multitalent nach einer erfolgreichen Karriere als Jurist und Unternehmer für die Kunst und Kultur in Hamburg und weit darüber hinaus geleistet hat. Sein besonderes Interesse galt dabei der Kunst, die sich gegen gesellschaftliche Konventionen richtet und freigeistigen Künstlerinnen und Künstlern, die sich nicht zähmen lassen. Harald Falckenberg hat als leidenschaftlicher Anwalt für die zeitgenössische Kunst die Welt ein gutes Stück besser gemacht. Seine kluge, passionierte, oft unkonventionelle und teilweise provokante Art, mit der er sich vielfältig in aktuelle Diskussionen eingebracht hat, werde ich sehr vermissen. Wir werden zusammen mit den Deichtorhallen das Wirken von Harald Falckenberg in Ehren halten und sind in Gedanken bei seiner Familie.“

Die Sammlung von Prof. Dr. Harald Falckenberg zählt weltweit zu einer der bedeutendsten Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst und umfasst heute rund 2.400 Werke. Der Schwerpunkt liegt auf deutscher und amerikanischer Gegenwartskunst ab den 1980er-Jahren. Seit 1996 wird die Sammlung im Rahmen von Wechselausstellungen öffentlich gezeigt - zunächst im sogenannten „Pump Haus“ am Flughafen und seit 2001 im Ausstellungshaus auf dem Harburger Phoenix-Gelände. Im Jahr 2011 wurde die Sammlung und der Ausstellungsbetrieb in Harburg von den städtischen Deichtorhallen Hamburg im Rahmen einer Dauerleihgabe übernommen.

Harald Falckenberg war seit 1997 Mitglied des Hamburger Kunstvereins und war von 1999 bis 2017 dessen Vorstandsvorsitzender. Seit 2011 war er Aufsichtsratsmitglied der Deichtorhallen Hamburg GmbH. Der Hamburger Kunsthalle war er als Förderer unter anderem durch die zusammen mit Hans Jochen Waitz gegründete F. und W. Stiftung für zeitgenössische Kunst verbunden. 2008 wurde er von der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (HFBK) zum Professor ernannt. Im gleichen Jahr übernahm er den Verlag Philo Fine Arts, zudem war er Mehrheitseigentümer des renommierten Merve

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