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Damit dies nie wieder geschehe: „Erinnern für die Zukunft“ - Gedenktage in Harburg

| Niels Kreller | Life
Das Portal der zerstörten Harburger Synagoge an der Ecke Eißendorfer Straße/Knoopstraße. | Foto: ein
Das Portal der zerstörten Harburger Synagoge an der Ecke Eißendorfer Straße/Knoopstraße. | Foto: ein

Harburg. Am 9. November jährt sich die Reichspogromnacht. Am 9. November 1938 brannten die Nazis im gesamten Gebiet des Deutschen Reiches Synagogen und jüdische Einrichtungen nieder, drangsalierten Menschen jüdischen Glaubens, ermordeten und verhafteten sie. In Harburg geschah dies einen Tag später, am 10. November: Die Leichenhalle auf dem Jüdischen Friedhof auf dem Schwarzenberg ging in hellen Flammen auf, die Tür der Harburger Synagoge in der Eißendorfer Straße wurde gewaltsam aufgebrochen. Am nächsten Tag stand in der Harburger Tageszeitung, dass sich eine empörte Volksmenge spontan zusammengefunden hätte, um ihrer berechtigten Entrüstung über den feigen Anschlag eines Juden auf einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Paris drastischen Ausdruck zu verleihen.

Damit dies nie wieder geschehe, veranstaltet die Initiative Gedenken in Harburg seit vielen Jahren rund um den 10. November die Harburger Gedenktage, eine Reihe mit Veranstaltungen. Um aufzuklären, um zu erinnern. „Erinnern für die Zukunft“ ist dabei das Motto.

Die Eröffnung der Gedenktage findet am Montag, 1. November 2021 um 18 Uhr, im großen Sitzungssaal des Harburger Rathauses als 2G-Veranstaltung statt. An diesem Tag werden die geplanten Veranstaltungen vorgestellt. Neben Filmen, Vorträgen, Lesungen, Rundgängen, Konzerten und weiteren Aktionen (Genauere Informationen unter www.gedenken-in-harburg.de) gibt es wieder am 10. November den Schweigemarsch vom Jüdischen Friedhof zum Synagogendenkmal zur mahnenden Erinnerung an den Harburger Pogrom im Jahre 1938.

Wie in jedem Jahr werden die Harburger Gedenktage unterstützt und gefördert durch das Bezirksamt Harburg, durch die Bezirksversammlung Harburg und dem Ev. Luth. Kirchenkreis-Ost

Ein zentraler Tag ist auch immer der 10. November selbst. Um 17 Uhr gibt es eine Gedenkveranstaltung am alten jüdischen friedhof auf dem Schwarzenberg. Von dort geht es dann im Schweigemarsch zum Portal der alten Harburger Synagoge, wo Kränze niedergelegt werden.

Und hier sind die Veranstaltungen im Einzelnen:

• 1.November: Auftaktveranstaltung: Die Vorstellung des Programms, Harburger Rathaus, Großer Sitzungssaal, 18 Uh
• 3.November: Das KZ von nebenan, Jola im BGZ Süderelbe, Am Johannisland 2, 19 Uhr (Film und Vortrag) 4. November: Die Folgen des Versagens der Kirchen in der NS-Zeit, Gemeindesaal St.Johanniskirche, Bremer Str. 9, 19 Uhr (Vortrag) 2G Veranstaltung 7. November: Stolpersteinrundgang in Harburg, Harburger Rathaus, 15 Uhr 9. November: „Verfemte" Musik und Klezmer, Pauluskirche, Heimfeld, 19 Uhr (Konzert)
• 10. November: Gedenken an die Pogromnacht, Jüdischer Friedhof Schwarzenberg, 17 Uhr, anschließend Schweigemarsch zum Synagogendenkmal
• 11. November: Das Chinesenviertel in St. Pauli, Bücherhalle Harburg, 19.30 Uhr (Film)
• 12. November: Kunst...während des Nationalsozialismus, Kulturwerkstatt, Kanalplatz 6, 19.30 Uhr (Vortrag) Eintritt 3 €
• 12. November: Hafn-Lider: Jüdisches und Jiddisches Leben in Wort und Gesang, Fischhalle Harburg, 20 Uhr (Konzert mit Lesung) Eintritt 20 €
• 14. November: Stolpersteinrundgang Wilhelmsburg, Am Stübenplatz, Wilhelmsburg, 17 Uhr
• 17. November: Der verlorene Engel, Kulturwerkstatt Harburg, Kanalplatz 6, 20 Uhr (Film)
• 18. November: Zeitzeugen verstummen? Zeitzeugen verstummen nie! Herbert-Wehner-Haus, Julius Ludowieg-Straße 9 , 19 Uhr Lesung, 2G-Veranstaltung
• 19. November: Auf den Spuren eines jüdischen Kriegskindes, FEG, Zugang Petersweg 2, 18 Uhr, Anmeldung beim FEG erforderlich (Buchpräsentation und Video)
• 20. November: Die Nürnberger Prozesse, Lüneburger Straße/LüneburgerTor, 13-15 Uhr-, Mitmachaktion „Bodenzeitung"
• 23. November: Blutmontag in Harburg 1920, FEG, 18 Uhr, Zugang Petersweg 2 (Vortrag)
• 24.November: Swingtanzabend, OS Neu Wulmstorf, Aula, Ernst –Moritz-Arndt-Straße 18, 19 Uhr Anmeldung erbeten (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)
• 25. November: "Die Klänge des Verschweigens", St. Johanniskirche, Gemeindesaal,
• Bremer Str. 9 , 19 Uhr ( Film) 2G Veranstaltung
• 27. November: Gesprächsrunde zur Erinnerungskultur; 16 Uhr, Alles wir schön, e.V. Friedrich-Naumann.Str. 27 (Fishbowl)

• 5./12./19./26. November: „Orte jüdischen Lebens in Harburg", Führung durch die Ausstellung, 14-15 Uhr, Archäologisches Museum, Museumsplatz 2 , Eintritt 3 € , Anmeldung beim AMH

 

durch die Ausstellung, 14-15 Uhr, Archäologisches Museum, Museumsplatz 2 , Eintritt 3 € , Anmeldung beim AMH

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