Lyriden: Morgen Nacht gibt es ein Sternschnuppen-Spektakel am Himmel
Harburg Stadt&Land. Wenn man eine Sternschnuppe sieht, dann kann man sich etwas wünschen. Und der Wunsch geht in Erfüllung – vorausgesetzt, man erzählt ihn niemandem. So sagt es zumindest der Volksmund.
Morgen Abend und Nacht, vom 22. auf den 23. April 2022, können Himmelsbeobachter zahlreiche Wünsche auf den Weg schicken. Denn dann erreicht der Meteorstrom der Lyriden, der alljährlich um diese Zeit auf die Erde trifft, seinen Höhepunkt.
Und dann sind die Gesteins- und Staubpartikel fast schon Sekundentakt auf ihrem Weg in die Atmosphäre, wo sie als Sternschnuppen verglühen. Experten rechnen dann mit 10-20 Sternschnuppen pro Stunde.
Die Ursache des Sternschnuppenschauers der Lyriden liegt darin begründet, dass die Erde die Staubspur des Kometen Thatcher kreuzt. Und die winzigen Kometensplitter sorgen mit ihrem Verglühen für den tollen Anblick. Um 21 Uhr soll in der Freitagnacht der Höhepunkt sein. Dann ist es zwar noch zu hell, um die Sternschnuppen zu sehen, aber ab Mitternacht soll auch eine gute Zeit dafür sein. Bis vier Uhr soll es gehen.
Und laut Wettervorhersage soll es in der Freitagnacht zwar leicht bewölkt sein, aber wohl mit Fenstern zwischen den Wolken. Der Mond wird auch nicht mit hellem Schein stören, denn er geht erst gegen vier Uhr auf. Also gute Chancen , die Sternschnuppen zu sehen. Im Übrigen auch in den darauffolgenden Nächten, wenn auch nicht mehr so geballt.
Am besten suchen sich die Sternschnuppenjäger einen Ort mit freiem Blickfeld. Außerdem ist es ratsam, sich so weit wie möglich von hellen Lichtquellen wie Städten zu entfernen und sich die Gewöhnung an die Dunkelheit nicht mit einem Blick aufs Handy zu verderben.
Da die Lyriden vom Sternbild der Leier haben, in dem sie anscheinend ihren Ursprung, müssen Beobachter in diese Richtung schauen. Der Blick sollte deshalb nach Ost-Nord-Ost (gegen Mitternacht) über Osten (0:30 bis 2 Uhr) bis Ost-Süde Ost gerichtet sein.