Heinz Friedrichs ist verstorben – Heimfelder Schützen trauern um ihren Ehrenkommandeur und Ehrenmitglied
Harburg-Heimfeld. „Die Heimfelder Schützen trauern um ihren Ehrenkommandeur und Ehrenmitglied Heinz Friedrichs. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei Heinz Familie“, sagt René Soltau-Lünsmann, der 1. Vorsitzende des Heimfelder Schützenverein von 1890 e.V. Heinz Friedrichs war in der Nacht vom 14. auf den 15. November 2022 im Alter von 70 Jahren verstorben.
Heinz Friedrichs war 1980 in den Heimfelder Schützenverein eingetreten. Er war durch seine Tätigkeit im Sanitäts-Bataillon der benachbarten Scharnhorst-Kaserne in Heimfeld, die einst direkt gegenüber des Heimfelder Schießstandes in der Heimfelder Straße war, zum Schützenverein gekommen. Bereits nach drei Jahren Mitgliedschaft wurde Heinz Friedrichs zum ersten Mal Heimfelder Schützenkönig. 1994 gelang es ihm dies erneut. In den Jahren 1982 und 2002 konnte er auch die Würde des Heimfelder Vizekönigs erringen.
Gerade vor Kurzem war er auch König der Könige geworden. 38 Jahre hatte er darauf warten müssen. „Die Heimfelder Schützen verlieren mit Heinz auch eine amtierende Majestät“, so René Soltau-Lünsmann.
Als die Heimfelder Schützen im Jahr 2002 einen neuen Kommandeur suchten, war Heinz Friedrichs, ein Schütze mit Leib und Seele, sofort bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Mit seiner markanten Stimme führte er die Schützen bei den Zapfenstreich-Ummärschen durch die Straßen Heimfelds, bis er aus gesundheitlichen Gründen dieses Ehrenamt 2018 an einen jüngeren Nachfolger abgab. „Dabei war der große Ummarsch 2015 anlässlich des 125-jährigen Vereins-Jubiläums der Heimfelder Schützen sicher das große Highlight seiner Zeit als Kommandeur“, sagt René Soltau-Lünsmann. Für diesen Einsatz wurde Heinz 2018 zum Ehrenkommandeur der Heimfelder Schützen ernannt.
Heinz Friedrichs engagierte sich auch stets für die Heimfelder Jungschützen, die ihm besonders am Herzen lagen. Wenn etwas gebraucht wurde, war er zur Stelle, und sprang mit tatkräftiger Hilfe und so mancher Spende ein. Das traditionelle Eis-Essen vor den Sommerferien, zu dem er jedes Jahr alle Jungschützen einlud, durften viele Jungschützen, die inzwischen gestandene Schützinnen und Schützen sind, genießen. Für sein Engagement wurde er in Jahr 2005 zum Ehren-Jungschützen ernannt und später. Im Jahr 2020 wurde er auch Ehrenmitglied des Vereins.
Im Frühjahr dieses Jahres erlitt Heinz einen Schlaganfall, von dem er sich mit seinem Kämpferherz aber Stück für Stück erholte, so dass er sogar am diesjährigen Vogelschießen zur Freude aller Mitglieder teilnehmen konnte. „Er hatte sich von diesem Schicksalsschlag gut erholt, auch wenn die Nachwirkungen sicherlich noch zu spüren waren. Umso überraschender kam nun für uns alle sein Tod, der für eine große Lücke und große Trauer im Verein sorgt. Wir werden Heinz Andenken in Ehren halten“, so René Soltau-Lünsmann.
Die Trauerfeier findet am 2. Dezember um 12 Uhr auf dem Neuen Friedhof in Harburg in der Bremer Straße statt.