Nachbarschaftshilfe gegen das Virus: Astrid Elbe kauft für Senioren ein
Harburg. In Krisenzeiten machen sich viele Menschen nicht nur Gedanken um das eigene Wohl, sondern auch um das von anderen. Das neuartige Coronavirus trifft eine Risikogruppe besonders schwer: Unsere Senioren, die Generation ab 60. Für sie verläuft die Erkrankung sehr viel häufiger schwer als bei jüngeren Menschen. Deshalb wird ihnen geraten, möglichst nicht aus dem Haus und unter Menschen zu gehen.
Ein guter Rat – aber schließlich muss sich der Mensch ernähren. Also muss eingekauft werden. Und das bedeutet im Normalfall, sich unter Menschen zu begeben. Dass das nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann, dachte sich Astrid Elbe aus Harburg. „Ich habe beschlossen, dass ich für Senioren in dem Haus, in dem ich wohne und die ich in der Nachbarschaft kenne, einkaufen gehe“, so Elbe. „Da bricht sich doch niemand einen Zacken aus der Krone, wenn er für die gefährdeten älteren Menschen einen Einkaufskorb extra mit nach Hause bringt.“
Auf facebook hat Astrid Elbe in einer Rotenburger Gruppe von der Idee gelesen, eine extra Gruppe zu gründen, in der man sich dafür zusammenfindet, um für Senioren einkaufen zu gehen. „Ich denke, das ist doch überall möglich und hilfreich. Und jeder kann doch seine Nachbarn ansprechen oder einfach einen Zettel im Treppenhaus aufhängen, auf dem man das Einkaufen anbietet.“