Illegales Autorennen "gegen sich selbst": Raser war mit gestohlenem Auto und gefälschten Papieren unterwegs
Eißendorf. Er fuhr ein Rennen gegen sich selbst – in einem gestohlenen Auto, ohne Licht, mit gefälschter ID-Card und Führerschein. Nun sitzt ein 52 Jahre alter Ukrainer im Knast.
Der Mann war mit einem Land Rover am Montagabend gegen 22 Uhr aus Richtung Appenbütteler Weg über die Bremer Straße in Richtung Harburger Innenstadt unterwegs. Da er ohne Licht fuhr, fiel er der Besatzung eines Streifenwagens gleich auf. Der Fahrer drückte immer wieder kräftig aufs Gaspedal und fuhr immer wieder in den Gegenverkehr, um vor ihm fahrende Autos zu überholen. In Höhe Am Großen Dahlen kollidierte er mit dem Bordstein und kam ins Schlingern. Da konnten die Polizisten ihn am Weiterfahren hindern.
Der Fahrer versuchte noch, zu Fuß im dortigen Waldstück zu entkommen, wurde aber kurze Zeit später mit der Unterstützung weiterer Beamten festgenommen. Zwischenzeitlich hatte sich schon herausgestellt, dass der Land Rover in Schleswig-Holstein als gestohlen gemeldet worden war.
Bei der Durchsuchung des Mannes fand die Polizei dann noch einen gefälschten bulgarischen Führerschein und eine ebenfalls gefälschte ID-Card. Außerdem besteht der Verdacht, dass sich der Mann hier illegal aufhält.
Den Land Rover stellte die Polizei sicher. Den Raser erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts des illegalen Aufenthaltes, der Urkundenfälschung und der Durchführung eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens.