Bezirkswahl 2024: FDP Harburg schasst ihr Zugpferd!
Viktoria Isabell Ehlers steht nicht auf der Kandidatenliste - Bricht das den Süderelbliberalen bei der Wahl das Genick?
Harburg/Süderelbe. Paukenschlag heute bei der FDP! Die Fraktionsvorsitzende in der Bezirksversammlung, Viktoria Isabell Ehlers, steht nach Informationen von besser-im-blick nicht auf der Kandidatenliste für die Bezirkswahl am 9. Juni 2024. Sie unterlag in einer Kampfkandidatur Dirk Kannengießer. Der ist laut Website der Wilhelmsburger FDP Beisitzer im Kreisvorstand der FDP Wilhelmsburg und war als Ständiger Vertreter im Regionalausschuss Wilhelmsburg/Veddel. Im Bezirk Harburg war er erst im Oktober in Erscheinung getreten, als er Ständiger Vertreter im Regionalausschuss Harburg für die FDP wurde.
Das Bittere für Ehlers: Bei einem Wahlergebnis von 13 zu 13 Stimmen entschied das Los – und Dirk Kannengießer hatte dabei das Glück auf seiner Seite. Viktoria Isabell Ehlers verzichtete auf eine Kandidatur auf einem der nachfolgenden Plätze.
Dem Vernehmen ist dieses Ergebnis als eine Bestrafungsaktion einiger Liberaler Partei“freunde“, bei denen Ehlers nicht unbedingt beliebt ist.
Ob die FDP bei der aktuellen Lage gut beraten ist, mit einem bisher Unbekannten als Spitzenkandidat in den Wahlkampf zu ziehen, ist fraglich. Immerhin dümpelt die Partei in Hamburg unter der 5 Prozent Hürde rum. Bei der Bezirkswahl gilt eine Hürde von 3 Prozent. Das reicht aber nicht, um Fraktionsstatus in der Harburger Bezirksversammlung zu erreichen – zumindest nicht nach aktueller Geschäftsordnung. Da braucht man schon um die 4,5 Prozent der Stimmen. Und davon hängen Gelder für beispielsweise Fraktionsbüro und Mitarbeiter ab.
Das alles setzen die Harburger Liberalen aufs Spiel. Denn Ehlers war das Zugpferd der Partei, was sich auch in ihren Direktstimmen bei der vergangenen Wahl niedergeschlagen hatte.
