Bezirksversammlung: Diskussion um die A 26-Ost
Harburg. Die A 26-Ost, die geplante Verbindung von A7 im Westen und A1 im Osten, und die damit einhergehende lange Sperrung der Bahngleise zwischen Harburg und Wilhelmsburg war Thema der Aktuellen Stunde in der gestrigen Sitzung der Bezirksversammlung. Angemeldet hatten das Thema die Grünen und deren verkehrspolitischer Sprecher, Michael Sander, machte den Aufschlag.
Die A26 Ost wird nicht gebraucht. Im Gegenteil: Sie sei ein „Autobahn-Dinosaurier“, so die These, die Sander zur Diskussion stellte. Die Begründung für die A 26-Ost, sie sei notwendig für den Betrieb des Hamburger Hafens, sieht Sander als haltlos an. Der Hafen verliere, so Sander, gegenüber Bremerhaven an Bedeutung. Diesem Hafen gegenüber „mühen sich die die großen Pötte die Elbe hoch, die sich einer dauerhaften Vertiefung widersetzt.“
Es sei einmal die Nordtrasse präferiert gewesen, bei der weniger Grün zerstört worden wäre. Und die verliefe ja auch direkt durch den Hafen. Außerdem: Dass Köhlbrandbrücke und A 26-Ost vom Bund gefördert würden, sei unrealistisch.
„Die A 26-Ost wird eine Erfolgsgeschichte“, erwiderte Rainer Bliefernicht, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU. Das Ganze werde zwar die Tage dauern, die es brauche. „Aber das müssen wir aushalten.“ Die A 26-Ost werde von der CDU nicht in Frage gestellt. Im Gegenteil: „Diese Autobahn ist für uns hier in Harburg ein Meilenstein.“
Auch der Koalitionspartner der Grünen befürwortet den Bau der A 26-Ost. „Es ist kein Geheimnis, dass wir in der Koalition unterschiedliche Positionen haben“, sagte SPD-Fraktionschef Frank Richter. Das habe man im Koalitionsvertrag auch geschrieben.
Die Diskussion um die A 26-Ost werden wohl weitergehen.
