Deutliche 25:32-Heimniederlage der Handball-Luchse gegen die Vipers
Buchholz-Rosengarten. Im Nachholspiel des 18. Spieltags der 1. Bundesliga unterlagen die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten vor 341 Zuschauern in der heimischen NordHeideHalle der HSG Bad Wildungen Vipers in einem temporeichen Spiel mit 25:32. Die Gäste aus Nordhessen springen durch den doppelten Punktgewinn mit 10:30 auf einen Nichtabstiegsplatz, da Zwickau dem Thüringer HC unterlegen war. Die Norddeutschen verbleiben am Tabellenende und sind am Sonntag in Oldenburg gefordert.
Nationalspielerin Annika Ingenpass war vom Kreis die erfolgreichste Torschützin ihrer Mannschaft, bei den Luchsen zeichndte sich Marleen Kadenbach mit sechs Treffern für ihre Farben aus. Die Heimmannschaft ging durch den Corona bedingten Ausfall von Torhüterin Mareike Vogel geschwächt in das Spiel - ein Ausfall, der nicht so einfach zu kompensieren war.
Die Spielerinnen der Luchse wirkten gegen das Tempospiel der HSG überfordert und brachten dies auch in ihrer Körpersprache zum Ausdruck. Den höchsten Vorsprung mit plus neun Toren erreichten die Gäste bereits in der 34. Minute. In dieser Partie konnte es für die Heimmannschaft nur noch um Ergebniskosmetik gehen, denn die Partie war für die Vipers längst entschieden. Zwar wäre durchaus ein besseres Ergebnis für die Heimmannschaft möglich gewesen, aber das vergaben die glücklosen Luchse selber, als sie reihenweise mit ihren Würfen, selbst aus aussichtsreichen Positionen, an der großartigen Torhüterin Lea Schupbach scheiterten, die mit 44 Prozent gehaltener Bälle wesentlich zum deutlichen Sieg der HSG beitrug.
In dieser Begegnung war die HSG Bad Wildungen Vipers ihrem Gegner aus der Nordheide in allen Belangen überlegen und der 25:32-Sieg völlig verdient. Es zeigte sich deutlich, dass die Vipers erheblich besser sind als ihr momentaner Tabellenplatz das widerspiegelt, denn so knappe Niederlagen gegen Spitzenmannschaften der 1. Bundesliga verdeutlichen, über wie viel Potential dieses Team verfügt.
Dubravko Prelcec, Trainer der Luchse, musste letztlich die größere spielerische Qualität des Kontrahenten anerkennen: „Meine Mannschaft ist es nicht gewohnt, gegen so eine körperbetonte Abwehr zu agieren und die Mädels haben sich den Schneid abkaufen lassen. Ich muss auch anerkennen, dass die Vipers mit ihrem Tempospiel unsere Abwehr immer wieder vor unlösbare Probleme gestellt hat. Trotzdem ist es mir unerklärlich, dass es meiner Mannschaft zu keinem Zeitpunkt des Spiels gelungen ist, Annika Ingenpass in den Griff zu bekommen, obwohl die Anweisungen dafür deutlich waren. Mir war vor dem Spiel klar, dass wir nur eine Chance gegen Bad Wildungen haben würden, wenn wir ihre Torquote unter 25 halten würden. Dieses Vorhaben ist leider gründlich schief gegangen. In vier Tagen gegen Oldenburg werden wir das nächste Endspiel bestreiten. Auch in dieser Partie sind wir nur Außenseiter und müssen sehen, was noch möglich ist.“