Handball: BSV kämpft den THC nieder
Buxtehude. Mit einer sensationellen Abwehrleistung hat der Buxtehuder SV das umkämpfte Spiel gegen den Thüringer HC 20:19 gewonnen und die richtige Reaktion nach dem desolaten Spiel in Bad Wildungen gezeigt.
Zwar hatte der BSV zu Beginn der Partie Probleme im Angriff, die Deckungsarbeit aber funktionierte und das Team agierte mit einer anderen Körpersprache als in der Vorwoche in Bad Wildungen. So hatte es Trainer Dirk Leun im Vorfeld gefordert. Der BSV zwang die Gäste entweder von den Außen oder aus schlechten Positionen zu werfen und Torfrau Lea Rühter hatte einen Sahnetag.
Mitte des ersten Durchgangs nahmen beide Angriffsreihen an Fahrt auf. Beim THC erzielte die beste Torschützin der Liga, Markéta Jerábková, vier der ersten sieben Tore ihres Teams. Bei den Gastgeberinnen markierten Lone Fischer und Isabelle Dölle acht der ersten neun Treffer. In dieser Phase sorgte unter anderem Annika Lott mit drei Toren aus dem Rückraum für die 14:11-Halbzeitfüh-rung.
Im zweiten Abschnitt nahm die Intensität weiter zu. Beide Mannschaften mussten im Angriff viel Arbeit investieren, um zu Chancen und Toren zu kommen. Die Thüringerinnen konnten auch dank der Tore ihrer Spielerin des Tages Emma Ekenman-Fernis zwischenzeitlich verkürzen, doch Buxtehude behauptete dank der Paraden Rühters die Führung.
THC-Co-Trainer Helfried Müller, der seinen Bruder Herbert an der Seitenlinie vertrat, wechselte in der Schlussphase eine siebte Feldspielerin ein, um die drohende zweite Niederlage in Folge zu verhindern. Doch auch in der daraus resultierenden Unterzahl hielt die BSV-Deckung stand und kam doch ein Wurf auf Tor.
Doch angetrieben von der lautstarken Unterstützung der 360 Zuschauer in der Halle Nord hielt die BSV-Deckung stand. Die Atmosphäre war so laut, dass die Spielerinnen nicht die Schlusssirene hörten und Lisa Antl noch drei Sekunden nach Abpfiff auf das THC-Tor warf. Das 20:19 ist der erste BSV-Heimsieg gegen den Thüringer HC seit dem 17. Januar 2015, damals gewann der BSV 28:25.
Mit Rückenwind geht der BSV nun das schwierige DHB-Pokalspiel gegen Tabellenführer Borussia Dortmund am Mittwoch, 19.30 Uhr, an.