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Trauer um Buchholzer Tanzlehrer Ronald Gresz

| Niels Kreller | Life
Trauer um den Buchholzer Tanzlehrer Ronald Gresz. | Foto: ein
Trauer um den Buchholzer Tanzlehrer Ronald Gresz. | Foto: ein

Buchholz. Seine Frau Bianka, die Familienangehörigen, Tanzlehrer-Kollegen, viele Freunde und Segelkameraden sowie viele Buchholzer trauern um Ronald Gresz, der am 2. Dezember nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 62 Jahren gestorben ist. Zusammen mit seiner Frau Bianka hatte der Tanzlehrer viele Jahre lang die gleichnamige Buchholzer Tanzschule, zunächst in der Lindenstraße in der Buchholzer Innenstadt und später in der Brauerstraße 26, geleitet. Die Eheleute Gresz hatten die Tanzschule vor mehr als drei Jahrzehnten von Tanzlehrer Louis Moran-Lechky und seiner Frau übernommen.

Bianka und Ronald Gresz haben im Laufe der Jahrzehnte mehr als 41.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Vor knapp zwei Jahren gaben die Eheleute ihr Lebenswerk aus gesundheitlichen Gründen ab. Ihre Tanzschule war allen Tänzern aus Buchholz und Umgebung ein Begriff. Seit 33 Jahren war die Tanzschule Gresz Treffpunkt all derer, die es lieben, zu schwofen oder abzurocken und im Rhythmus der Musik zu tanzen.

Der Abschied kam vor rund zwei Jahren für das Tanzlehrer-Ehepaar genauso überraschend wie für die Aktiven auf dem Parkett. Im Frühjahr hatte Ronald Gresz die schlimme Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs erhalten. Der Tumor war zu dem Zeitpunkt bereits so weit fortgeschritten, dass die Ärzte nicht mehr operieren konnten. Der damals 60-Jährige begann eine starke, über Monate dauernde Chemotherapie. Ans Tanzen und Unterrichten war dann nicht mehr zu denken.

Ronald Gresz damals: „Ich weiß, dass ich nicht wieder gesund werden kann. Es ist eine Frage von Monaten, wie lange es mich noch gibt.“ Daraus wurden aber doch noch annähernd zwei Jahre. Begonnen hat die Geschichte der Tanzschule im Jahr 1986. Ronald Gresz, damals 27 Jahre alt, tanzte bereits seit zehn Jahren erfolgreich in der Buchholzer Tanzschule Moran-Lechky. Dort lernte er Bianka kennen. Für den ambitionierten Tänzer war die angehende Bankkauffrau damals wie ein Hauptgewinn. Sie waren auf der Tanzfläche ein starkes Team und auch sonst passten sie geradezu ideal zueinander.

Bis aus den beiden Tanzenden aber ein Liebespaar wurde, vergingen noch fast zwei Jahre. 1978 begannen sie als Amateure erste Turniere zu tanzen. Bis zu viermal in der Woche trafen sie sich zum Training im Tanzsaal, der damals noch an der Bremer Straße lag. Fünf Jahre lang pendelte das Ehepaar Gresz zwischen Profiturnieren und dem Unterricht in der eigenen Tanzschule. Immer wieder schafften sie den Spagat zwischen Wettkampf und Tanzschule. 1989 tanzen sie ihr letztes Profiturnier in der Dortmunder Westfalenhalle. 10.000 Zuschauer jubeln ihnen und anderen seinerzeit begeistert zu. Seitdem widmeten sich Bianka und Ronald Gresz mit ganzem Herzen ihrer Tanzschule. Töchterchen Verena wurde 1991 geboren. Sie nahmen das Baby einfach mit in den Unterricht. Bereits mit zwei Jahren durfte das kleine Mädchen beim Kindertanz mitmachen.

Die Kunden schätzten am Ehepaar Gresz unter anderem, weil es Geduld mit den Tänzern zeigte, Freude bei der Arbeit und jede Menge Humor mit auf die Tanzfläche brachte. Es ging beiden nicht um Perfektion, sondern darum, dass alle Spaß am Tanzen haben. Hunderte Ehen haben die beiden darüber hinaus auch gestiftet, indem sie handverlesen alleinstehende Menschen im Tanz zusammengebracht haben. Im Januar vergangenen Jahr übernahmen die neuen Inhaber, Gaby, Bernd und André Hesse vom Tanzhaus Hesse in Neugraben die Tanzschule an der Brauerstraße und führten es als Familienunternehmen weiter. Das Trio aus Vater, Mutter und Sohn betrieb bereits die Tems-Akademie in Neu Wulmstorf und Neugraben. Dort wird unter anderem Tanzlehrer-Nachwuchs ausgebildet. Mit der Tanzschule im Buchholzer Gewerbegebiet kam ein Standort dazu.

Die Trauerfeier für Ronald Gresz mit anschließender Beisetzung findet am Dienstag, 21. Dezember, ab 11.30 Uhr in der Kapelle des Alten Buchholzer Friedhofs statt.

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