Razzia in Marmstorf: Illegaler Glücksspielbetrieb und Festnahmen
Harburg-Marmstorf. Am gestrigen Mittwochabend führten uniformierte Polizeibeamte in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des Bezirksamtes eine umfangreiche Durchsuchung der Kneipe "Fuchs Bar" (die ehemalige „Marmstorfer Tenne“) im EKZ Marmstorf im Ernst-Bergeest-Weg durch.
Während der Durchsuchung wurden drei illegale Fun-Gameautomaten sichergestellt. Diese Glücksspielgeräte, die offiziell als reine Unterhaltungsspielgeräte gelten und keine Auszahlung von Geldgewinnen ermöglichen dürfen, verstießen gegen geltende Vorschriften. Es wurde kein Spiellimit festgestellt. Zusätzlich dazu konfiszierten die Beamten etwa 2.900 Euro mutmaßliches Spielgeld in Bar, das vorläufig zur Herkunftsermittlung durch das Mittel der Gewinnabschöpfung einbehalten wurde.
Während der Überprüfung der Anwesenden stießen die Beamten auf einen Gast, gegen den ein Haftbefehl zur Vollstreckung wegen Fahrens ohne Führerschein vorlag. Der Festgenommene äußerte vor der Tür seine Unzufriedenheit und behauptete, die Strafe stamme noch von einer früheren Corona-Kontrolle, die er nun überprüfen werde. Zudem verbreitete er antisemitische Äußerungen: wäre ich in diesem Schweinestaat ein Jude und nicht Moslem, wäre ich nicht festgenommen worden.“. Er klagte über eine vermeintliche Ungerechtigkeit aufgrund seiner Festnahme.
Der Mann wurde unverzüglich festgenommen. Gäste, die die Kneipe bereits verlassen hatten, sammelten vor der Tür Geld, um die Geldstrafe von etwas über 1.000 Euro zu begleichen und ihren Kumpel auszulösen. Eine weitere Festnahme betraf eine Frau, die sich offenbar illegal in Deutschland aufhielt. Ehemalige Gäste berichteten, dass sie zuvor als Bedienung in der Kneipe gearbeitet haben soll.
Aufgrund fehlender Lizenzen und fehlender Befähigung des aktuellen Betreibers wurde die „Fuchs Bar“ geschlossen. Etwa 20 Gäste versammelten sich vor der Tür und beobachteten die Razzia. Vor der Tür äuérten Gäste Unverständnis und fragten, wo man denn noch hingehen "und ein Bierchen trinken" solle."
Die Ermittlungen dauerten bis etwa 20 Uhr an, bevor die Ermittler den Ort verließen.
