Peter Schuldt und Jochen Winand bekommen den Harburg Teller verliehen
Harburg. Große Ehre für Chorleiter Peter Schuldt (Gospel Train, Young ClassX) und Jochen Winand (ehem. Vorsitzender des Wirtschaftsvereins für den Hamburger Süden): Beide bekamen am Freitagabend im Helms Saal des Harburger Theaters den von Bezirksversammlung und Bezirksamt gestifteten Harburg Teller verliehen. Damit würdigt die Jura das bedeutende Wirken der beiden für Harburg. Es gäbe nur wenige, die ihren Einfluss so lange in den Dienst des Hamburger Südens gestellt hätten, begründete der kommissarische Bezirksamtsleiter Dierk Trispel den Harburg Teller für Jochen Winand, der 30 Jahre lang im Wirtschaftsverein tätig gewesen war, davon 27 Jahre als dessen Vorsitzender. Mit Winand sei aus einem Unternehmerzusammenschluss „ein modernes Netzwerk geworden.“

„Peter Schuldt hat es mit seinem Engagement geschafft, Kinder und Jugendliche für den Chorgesang zu begeistern“, sagte Bezirksversammlungsvorsitzende Birgit Rajski in ihrer Laudatio. „Papa Schuld“ würden ihn seine Schützlinge nennen. Der von Schuldt gegründete Chor Gospel Train sei ein Botschafter Harburgs.
„Alltagshelden sichtbar machen“ war das Motto des Abends, unter dem die ehrenamtlichen Helfer Harburgs geehrt wurden. Heinz Lüers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Harburg-Buxtehude, die die Preisgelder für den Bürgerpreis gestiftet hatte. Er betonte die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Helfer. „Für all diese Arbeit Opfern sie ihre Stunden – nein: Sie schenken diese der Allgemeinheit“, bekundete er anerkennend.

Lothar Bergmann, Präsident des DRK Harburg, konnte aus eigener Erfahrung von der Wichtigkeit des Ehrenamtes berichten. Die Preise müsste man erfinden, wenn es sie nicht schön gäbe, fand Bergmann. „Diejenigen, die ehrenamtlich arbeiten, brauchen solche Signale der Anerkennung und Wertschätzung.“ Am Beispiel der Arbeit mit Geflüchteten verdeutlichte er diese Worte. „Am Anfang gab es viel Zustimmung, nun aber auch Ablehnung und Hass. Das kann zu Einschüchterung führen.“ Er appellierte, sich nicht einschüchtern zu lassen. Ohne eine solche Arbeit sei Integration nicht möglich. Ohne Ehrenamt wäre es eine andere Gesellschaft, kälter und ärmer, führte Bergmann aus.
Den mit 2.500 Euro dotierten Bürgerpreis 2017, um den sich 20 Initiativen beworben hatten, bekam die Integrationsinitiative „Sinstorf hilft“ für ihr Projekt „Integration von Flüchtlingen“. Hier macht sich die Initiative dafür stark, Kontakt zwischen den Menschen im Stadtteil zu schaffen. Den zweiten Platz mit einem Preisgeld von 1.500 Euro belegte Neuwiedenthal aktiv e.V. mit dem Projekt „Kinder-, Jugend-, Seniorenprojekte in Neuwiedenthal 2017“. Über den dritten Platz und 1.000 Euro für ihre Arbeit freute sich die Initiative „Willkommen in Süderelbe“ der evangelisch-lutherischen Neugrabener Kirchengemeinden Cornelius, Michaelis und Thomas.