Inselklause: Gibt es nach Gesprächen Hoffnung?
Harburg. „Es war ein sehr konstruktives Gespräch", so Inselwirt Andreas „Köni“ Koenecke und CDU-Kreischef Uwe Schneider am Donnerstagnachmittag. Die beiden hatten sich in der Inselklause getroffen, um über die Lage der Eventlocation nach dem Schreiben des Bezirksamtes zu beraten, dass Koenecke Live Musik untersagt (besser-im-blick berichtete: Aus für Open-Air-Live-Musik in der Inselklause?).
Nachdem die beiden schnell das Missve4rständnis ausgeräumt hatten, dass die CDU dafür verantwortlich sein, ging es ums eigentliche Thema. „Wichtig ist, dass man sich erst einmal austauscht hat“, so die beiden. Aber auch über das weitere Vorgehen wurde beraten. „Wir werden das im nächsten Hauptausschuss thematisieren und die Verwaltung dazu befragen“, versprach Schneider. „Die sollen mir dann nicht erklären, wie es nicht geht – das wissen wir. Sondern wie es geht. Wieviel Konzerte im Jahr, welcher Art und wie lange sie gehen können“, so Schneider.
Das Bezirksamt zumindest möchte sich nicht dazu äußern, warum es die jahrelange Duldung der Konzerte auf einmal nicht mehr geben soll. "Konzerte im Außenbereich waren zu keinem Zeitpunkt genehmigt und das Bezirksamt hat dies auch so vertreten", erklärte Pressesprecher Dennis Imhäuser gegenüber besser-im-blick. Das Konzerte nicht genehmigt waren, hatte aber niemand in Abrede gestellt. Die Praxis des Bezirksamtes aber sah über die Jahre hinweg anders aus, als Imhäuser darstellt.
Auch die Harburger FDP hat sich zur Inselklause geäußert. „Konzerte zu unterbinden mit dem Argument, dass der Naturgenuss gestört wird, ist Unsinn“, so die Fraktionsvorsitzende der FDP Viktoria Isabell Ehlers. Die Kulturszene in Harburg dürfe nicht geschwächt werden. Die Open-Air Konzerte und die launige Atmosphäre machten die Natur dort zum Genuss und trügen zu der gut funktionierende Kulturszene vor Ort bei, so die FDP. Auch die beiden SPD-Bezirksabgeordneten Torsten Fuß und Benizar Gündogdu besuchten Inselwirt Koenecke.
„Ich werde mit allen Parteien sprechen darüber sprechen. Und ich hoffe, dass wir alle zusammen zeitnah eine Lösung finden, damit hier auch weiterhin Konzerte kostenlos und draußen stattfinden können“, freute sich Koenecke über die Resonanz. „Das muss auch parteiübergreifend von statten gehen“, fand Uwe Schneider. „Das geht alle an, dass die Inselklause hier erhalten bleibt. Hauptsache wir kriegen das durch“, so der CDU-Kreisvorsitzende.