Ministerpräsident Weil zu Besuch bei Neu Wulmstorfs SPD-Bürgermeisterkandidat Tobias Handtke
Neu Wulmstorf. Auf Einladung des SPD-Bürgermeisterkandidaten Tobias Handtke schaute Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil am Mittwoch auf einen Besuch in Neu Wulmstorf vorbei. Erste Station war das Gymnasium Neu Wulmstorf, wo Weil zusammen mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Svenja Stadler und Tobias Handtke mit dem Sechser-Rat der Schule diskutierte.
Thema war natürlich Corona und die Auswirkungen der Pandemie auf die Schülerinnen und Schüler: Beschränkungen beim Schulbesuch, hohe psychische Belastung, sich „abgehängt“ fühlen. Für Handtke auch ein ganz persönliches Anliegen: : „Als Familienvater kenne ich die Sorgen von Jugendlichen. Ich verstehe gut und finde es richtig, dass junge Menschen ihre Zukunfts-Chancen selbst in die Hand nehmen wollen. Sie müssen gehört werden, brauchen dringend Perspektiven!“
Deutlich wurde der Wunsch der Schülerinnen und Schüler, dass mit fortschreitenden Erfolgen beim Impfen auch Lockerungen in der Schule einhergehen. Wenn nun Lockerungen für Geimpfte diskutiert werden, fühle man sich im Vergleich abgehängt und eingesperrt.
Weil zeigte dafür Verständnis, warb aber auch für die Maßnahmen. Er bat die Jugendlichen, an die Familien zu denken, die ihre Eltern und Großeltern verloren haben. In einer Gesellschaft, die die Menschenrechte achte, sei es unumgänglich gewesen, die am meisten Gefährdeten zu schützen.
Auch die Digitalisierung war den Schülerinnen und Schülern ein wichtiges Anliegen. Der Sechser-Rat beklagte mehrere Defizite in Bezug auf Ausstattung der Schule und auch Anschluss ans Internet. Die Lehrer und Lehrerinnen würden sich aber sehr mit eigenen Geräte bemühen, den Unterricht digital zu gestalten. Die anwesenden Vertreter des Lehrkörpers, Vertrauenslehrer Koch, Schulleiter Berthold sowie je eine Delegation des Personalrats und weiterer Lehrer unterstützten die Anliegen der Schülervertretung mit Nachdruck und forderten eine einheitliche digitale Ausstattung für Schulen.
Stephan Weil hat sich einige Anregungen notiert und versprach, dass der Austausch wiederholt würde. Dann mit dem Kultusminister Grant Hendrik Tonne. „In diesen Wochen muss es uns darum gehen, dass die Privilegien für die Geimpften einher gehen mit mehr Freiheiten und Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler“, so Handtke abschließend.
Anschließend ging es auf den „Hof“
Im Anschluss besuchten Weil, Stadler und Handtke noch den „Landhof“ von Dorfkrug-Inhaber Thomas Hausschildt. Ministerpräsident Weil zeigte sich beeindruckt von dem Konzept der naturnahen Tierhaltung und hochwertigen Fütterung. Denn die müssen nach Hausschildts Überzeugung nicht im Gegensatz zu einem deutschlandweit agierenden Unternehmen in der Lebensmittelbranche stehen.