Buxtehuder Handball-Frauen scheiden trotz Sieg aus dem Europa Pokal aus
Buxtehude. Im Rückspiel in der EHF European League gegen die norwegische Mannschaft Fana Håndball siegten die Handball-Frauen des Buxtehuder SV in der Halle Nord mit 25:23 (13:14). Trotzdem ist das Team von Trainer Dirk Leun damit aus dem Europa Pokal ausgeschieden, denn die BSV-Handballerinnen verloren das Hinspiel in Norwegen mit 21:28. Die Regeln besagen, dass das Team, welches mit der höheren Tordifferenz siegt, die nächste Runde erreicht.
Die erste Halbzeit ging an Fana. Sie fanden direkt ins Spiel, störten gleich den ersten Buxtehuder Angriff und verwandelten den ersten Treffer. Bis zur 8. Minute blieb es ausgeglichen (4:4). Dann setzten sich die Norwegerinnen das erste Mal mit einer Zwei-Tore Führung ab (4:6). Besonders Isabelle Dölle und Maxi Mühlner kämpften dafür, sich nicht abschütteln zu lassen. Beide wurden beste Torschützin des Spiels mit jeweils neun Toren. Trotzdem kam Fana per Siebenmeter, verwandelt von Sara Berg, zum Drei-Tore Vorsprung (5:8).
Als Konsequenz nahm BSV-Trainer Dirk Leun seine erste Auszeit. Was er den Spielerinnen auch gesagt haben mag – es schien zu helfen. In der 17. Minute traf Teresa von Prittwitz, die ihr Comeback nach zwei Monaten Verletzungspause feierte. Es folgte eine starke Parade von Lea Rühter. Zwei Treffer von Isabelle Dölle sorgten für den Anschluss (8:9). Doch auch die Auszeit von Fanas Trainer Erlend Lyssand schien zu fruchten: Fünf Minuten vor Halbzeit führte mit vier Toren (9:13). Wieder gelang es den Buxtehuderinnen, aufzuholen. So verabschiedeten sich die Mannschaften mit 13:14 in die Kabinen.
Die Halbzeit-Besprechung von Dirk Leun schien erfolgreich. Torhüterin Lea Rühter startete mit einer Parade in die zweite Hälfte. Maxi Mühlner vergab zwar einen Siebenmeter, holte sich allerdings den Abpraller, machte den Fehlwurf wieder gut und markierte das 14:15. In einer kurzen Schwächephase gelang Fana wieder ein Vorsprung von drei Toren – doch der BSV wachte auf und holte diesen durch die Tore von Isabelle Dölle und Maxi Mühlner auf (19:19). Und damit noch nicht genug: Mühlner traf zum 20:19 und sorgte damit für die Führung.
In der Schlussphase lieferten sich die Teams einen Schlagabtausch. Immer glich Fana aus, ging dann noch einmal in Führung (21:22). Am Ende sind es das Tor von Magda Kašpárková (24:23) und ein Treffer ins leere Tor von Isabelle Dölle, die den Endstand von 25:23 besiegelten.
Dirk Leun resümierte: „Das war heute ein ganz anderes spiel – es war mehr ein Schlagabtausch. Ich bin sehr froh, dass wir das Spiel hier heute gewonnen haben. Das ist sehr wichtig für den Kopf in Hinblick auf die nächsten beiden Spiele in der Liga und dass sich der Kampf am Ende gelohnt hat.“
Die Leistung seines Teams analysierte er so: „Viele unserer Spielerinnen haben noch nie international gespielt – ich finde, das hat man heute gemerkt. In den entscheidenden Phasen haben wir zu viele leichte Fehler gemacht. Unsere Fehleerquote war viel zu hoch. Wir nehmen aber auch ein paar positive Dinge mit. Sowohl im Positionsangriff als auch die Deckung in der zweiten Halbzeit.“
Er und sein Team haben nun nicht lange Zeit, um sich zu erholen. Am Mittwoch, 14. Dezember, um 19.30 Uhr geht es in der Bundesliga gleich weiter: Der BSV empfängt im Nord-Derby den VfL Oldenburg. Am Ende dieser englischen Heim-Woche hat das Team die Sport-Union Neckarsulm zu Gast. Die Partie wird am Samstag, 17. Dezember, um 16 Uhr in der Halle Nord angepfiffen. Tickets für beide Spiele gibt es noch im BSV-Shop (Viverstraße 2, in Buxtehude) oder online bei Ticketmaster.
