Baustelle Ehestorfer Heuweg: Krater reißt Straße auf
Ehestorf/Hausbruch. An der Dauerbaustelle Ehestorfer Heuweg in der Nähe der Landesgrenze zwischen Hamburg und Niedersachsen hat sich am Dienstagvormittag ein etwa eineinhalb Meter tiefer Krater aufgetan. Nach Angaben des niedersächsischen Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat das Loch in einer Straße einen Durchmesser von knapp vier Metern. Die Experten vermuten, dass die Ursache ein Hohlraum ist, der durch ein ehemaliges Braunkohle-Bergwerk entstanden ist. Im Emmetal hat sich ein großer sogenannter Tagesbruch im Areal des Bergwerks Robertshall ereignet.
Das gestrige Ausmaß übertrifft die bisherigen Absackungen dabei noch deutlich. Der Ortsbürgermeister von Ehestorf-Alvesen, Axel Krones: „Es rumort immer noch im Erdreich. Die Straße Emmetal wird im Abschnitt Rehwechsel bis Hohlredder in Ehestorf voraussichtlich bis zum 8. April voll gesperrt. Das betrifft auch den ÖPNV der Buslinie 340 und den gerade neu eingesetzten Schulbus zur Rudolf-Steiner-Schule in Hausbruch.“
Derzeit wird das Gelände auf genau solche Hohlräume untersucht, um sie bei Bedarf mit Beton zu verfüllen. Im Süden Hamburgs wurde vor etwas mehr als 100 Jahren kurzzeitig Braunkohle abgebaut, um den Energiebedarf nach dem Ersten Weltkrieg (1914 bis 1918) zu decken.
Ortsbürgermeister Axel Krones reagierte zerknirscht, als er gestern davon erfuhr: „Das ist die nächste unangenehme Überraschung an dieser Problem-Baustelle.“