Rieckhof: Das sind die fünf Bewerber
Harburg. Das Jury-Auswahlverfahren für einen neuen Träger des Kulturzentrum Rieckhof, des sogenannten „Bürgerhaus Harburg“, hat am Freitag begonnen. Da tagte zum ersten Mal die Jury, die aus den fünf eingereichten Bewerbungen eine zum Sieger küren soll. Um die Sitzung wurde von Seiten des Bezirksamtes ein riesiges Geheimnis gemacht. Wer drin sitz, wer Stimmrecht hat: Das alles, so wurde besser-im-blick gesagt, sei Geheim. Und sowieso, wer sich beworben hat.
In der Jury sollen Vertreter und Vertreterinnen aus der Bezirksversammlung mit Stimmrecht sitzen. Es sind wohl je drei von SPD und Grünen, zwei von der CDU und je einer oder eine von FDP, Linke und AfD. Außerdem hat das Bezirksamt drei Stimmen in der Jury. Beratend sitzen der Bezirksseniorenbeirat, der Harburger Integrationsrat, der Kreisschüler:innenrat, der Asta der TUHH sowie die beiden Netzwerke Jugendforum Harburg und Süderelbe und die Bezirksbehörde in der Jury.
Fünf Bewerbungen eingegangen
Fünf Bewerbungen sind beim Bezirksamt eingegangen. Schon im Vorwege war bekannt geworden, dass die Elbe-Werkstätten, die schon jetzt Gastronomie und Hausmeistertätigkeiten im Rieckhof machen, eine Bewerbung eingereicht hatten. Auch die Harburger Kulturgenossenschaft Dreifalt hatte in den sozialen Medien verkündet, eine Bewerbung eingereicht zu haben.
Nun ist auch bekannt, wer die drei weiteren Bewerber sind. Zum einen ist es der Kultur Palast aus Billstedt. Dann hat das Bürgerhaus Wilhelmsburg eine Bewerbung eingereicht und das „i-Netzwerk“. Hinter letzterem steht der DIAR e.V., der „„Deutsch-Arabisches Flüchtlings- und Integrationszentrum – DIAR“.
Wer letzten Endes aber das Rennen macht, liegt nicht in den Händen der Jury und vielleicht nicht einmal in den Händen der gewählten Volksvertreter in der Bezirksversammlung. Denn das Bezirksamt hat sich Vorbehalten, unbenommen anderen Entscheidungen, eine abweichende über den neuen Träger zu treffen. Selbst wenn es nach Außen zugesagt hat, dass mit der Bezirksversammlung Einvernehmen hergestellt würde. Man darf also gespannt sein.
Auch, oder gerade: weil das das Bezirksamt offensichtlich kein Interesse an einem für die Bürgerinnen und Bürger transparenten Auswahlverfahren hat: besser-im-blick wird in den kommenden Tagen die eingereichten Konzepte der Bewerber vorstellen, damit sich alle Bürgerinnen und Bürger eine Meinung bilden und über ihr Bürgerhaus mitdiskutieren können.